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Rock-n-Pop-Youngsters:

Royal Ape aus Mainz schnappt sich den Titel

Ingelheim Es war denkbar knapp, aber letztendlich hatten die Mainzer Brit-Rocker von Royal Ape die Nase vorn. Sie sind die Rock-n-Pop-Youngsters 2009.

Wer am Samstagabend zu spät ins Haus der Jugend Ingelheim kam, der hatte ganz schön was verpasst. Gleich als erste Band musste nämlich die am Ende zweitplatzierte Mainzer Formation Chasing Lights im Finale des Jugendbandwettbewerbes Rock-n-Pop-Youngsters auf die Bühne, und die als erfahrenste Band mit einer Art Favoritenrolle ausgestatteten Mittzwanziger legten die Messlatte gewaltig hoch.

Bei der Ballade „Crash“ konnte man sich trotz der feuchten Schwüle einer respektablen Gänsehaut nicht erwehren, da half auch die dickste Metalerlederjacke nichts. Die fünf Mainzer spielten sehr melodische Rockmusik, für die das Prädikat Pop-Rock eine Spur zu weich wäre und fanden eine prickelnde Mischung zwischen Qualität und Hingabe. Nach all der romantischen Stimmung und den Feuerzeugen zu Chasing Lights präsentierten die Mainzer Metal-Virtuosen von Syndrion den knapp 700 Zuhörern eine Liebeserklärung an die harte Tour. Kreischendes, schepperndes Metall und durch offensichtlich lange andauernden Friseurboykott ermöglichtes Mähnenwirbeln ließen die Zuhörer jeden Gedanken an wohliges Kuscheln vergessen. Stattdessen gab es erbarmungslosen Pogo satt.

Eine komplett andere Richtung schlugen dann die jungen Gute Laune-Musiker von Royal Ape ein, die mit ihrem beschwingt treibenden Brit-Rock schon zum Auftakt in Bingen überzeugen konnten. Mit ihrer unwiderstehlich-spitzbübischen Art überzeugten die Mainzer auch im Finale Jury und Publikum und sind die neuen Sternchen am Mainzer Bandnachwuchshimmel. Zwar hatte Sänger Peter Rubel nicht seinen besten Abend erwischt, aber das Animationstalent der Bandkollegen Pedro Crescenti und Fritz Kröber gab wohl den Ausschlag.

Auch die Wormser Kombo Counterproof , die nach Limp Bizkit aussah und mit ihrem Deathcore nach Höllenbrut klang, konnte die braven Jungs von Royal Ape nicht vom Thron schreien. Die Brit-Rocker jedoch schafften keinen Erdrutschsieg, denn die vier Bands erhielten jeweils zwischen 23 und 28 Prozent der Jury- und 22 bis 27 Prozent der Zuhörerstimmen, wie Organisator Werner Frank vom Kreisjugendamt im Gespräch mit der MRZ berichtete. Deshalb wurde auch das an die Prozentzahl der Stimmen gebundene Preisgeld von 1500 Euro recht gleichmäßig unter den Jungrockern verteilt. Da Frank im Nachhinein besonders die große Solidarität der Musiker untereinander lobend erwähnte, passte das schiedlich-friedliche Ergebnis gut zum Wettbewerb Rock-n-Pop-Youngsters, der 2009 zum achten Mal stattfand und laut Werner Frank im kommenden Jahr „natürlich“ eine Neuauflage erleben wird. (Christian Reiling)

RZO