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TuS Koblenz

TuS kommt allen Forderungen nach

Koblenz Fußball-Zweitligist TuS Koblenz kann aufatmen: Die Deutsche Fußball-Liga hat dem Verein die Lizenz für die kommende Saison erteilt.

Um 13.42 Uhr am Dienstagnachmittag durfte Wolfgang Loos die gleichermaßen ersehnte wie beruhigende Nachricht der Deutschen Fußball-Liga (DFL) aus seinem Faxgerät ziehen.

Der Inhalt des Schreibens bestätigte dem Geschäftsführer der TuS Koblenz, dass seinem Verein die Lizenz für die kommende Saison erteilt wurde - "alle von der DFL aufgelegten Bedingungen wurden erfüllt", heißt es in der offiziellen Pressemitteilung der Koblenzer. Damit hat die TuS nach dem sportlichen Klassenverbleib, der am letzten Spieltag der vergangenen Saison erreicht wurde, nun auch die wirtschaftliche Qualifikation für das nunmehr vierte Spieljahr in der Zweiten Fußball-Bundesliga vollzogen.

"Es gibt da schon einen Unterschied zwischen sicher und sicher", sagt Loos über seine Gemütslage nach der endgültigen Gewissheit, dass in Koblenz auch in der kommenden Saison Zweitliga-Fußball zu sehen sein wird, "wenngleich sowohl unser Aufsichtsratsvorsitzender Walterpeter Twer als auch ich keine Zweifel daran hatten, dass der positive Bescheid erfolgen würde." Am 3. Juni musste die TuS Koblenz ihre Unterlagen bei der DFL einreichen - die dort verankerten Planungen zur finanziellen und infrastrukturellen Konsolidierung des Vereins müssen in den kommenden Wochen und Monaten in die Tat umgesetzt werden.

Im Rahmen des gängigen Nachlizenzierungsverfahrens müssen sowohl die TuS als auch weitere betroffene Vereine ab Herbst bei einer neuerlichen Prüfung nachweisen, dass die Liquidität gewährleistet ist. "Wir haben immer gesagt, dass wir zwei Jahre brauchen würden, bis gewisse Altlasten aus der Vergangenheit beseitigt sind. Das erste ist nun vorüber", sagt Loos, der auf eine weitere Saison blickt, in der angesichts deutlich begrenzter finanzieller Möglichkeiten der Ligaverbleib das Ziel sein wird. Perspektivisch sei es im Erfolgsfalle frühestens ab dem kommenden Sommer möglich, "über andere Dinge nachzudenken". Für den Moment steht indes fest, dass der Klub allen Forderungen der DFL nachkommen konnte.

Gesichert ist zudem, dass der Ball in der nächsten Saison trotz der massiven infrastrukturellen Defizite in der gewohnten Koblenzer Heimstätte rollen darf. "Alle Spiele werden im Stadion Oberwerth stattfinden", sagt Loos und fügt nicht ohne Ironie hinterher: "Es sei denn, der Fall tritt ein, dass es abbrennt." Die in der Vergangenheit kolportierten Konstrukte, wonach die Koblenzer gar in einem Ausweichstadion antreten müssten, sind demnach eher hypothetischer Natur - gleichwohl haben die DFL-Vertreter bei der ebenfalls gestern erfolgten Stadionbegehung nochmals klare Worte gefunden: In aller Deutlichkeit wurde auf den notwendigen Bau einer neuen Arena hingewiesen - positiv in die Waagschale fiel dabei indes der diesbezüglich erfolgte Grundsatzbeschluss des Koblenzer Stadtrates vom 7. Mai. In naher Zukunft muss eine praktische Umsetzung des erstellten Bauplanes erfolgen - und zwar "in absehbarer Zeit", so Loos. Für die Zeit bis zur Fertigstellung der neuen Arena, die für August 2011 anvisiert ist, sei nun aber eine "beruhigende Lösung" gefunden worden.

Absolut offen ist zurzeit noch , mit welcher Kaderzusammensetzung die TuS Koblenz das neuerliche Überbrückungsjahr angehen wird. Erste Ergebnisse aus den in der Vorwoche begonnenen Gesprächen sind neben dem Abgang von Du-Ri Cha die Vertragsabschlüsse mit Frank Wiblishauser und Michael Stahl. Vor allem letztgenannte Personalie verdeutlicht die künftige Strategie, auf welche Trainer Uwe Rapolder auch aus manch gesammeltem Eindruck der Vorsaison setzt: Gesucht werden junge und motivierte Spieler, die "charakterlich und sportlich zu uns passen", wie Wolfgang Loos beteuert.

Damit plant die TuS einen sportlichen Kurswechsel gegenüber den vergangenen beiden Spielzeiten, zu dem die sich verdichtenden Gerüchte über Rückholaktionen der beiden Spieler Johannes Rahn (VfB Stuttgart II) und Philipp Langen (Greuther Fürth) passen. Beide Offensivakteure sind Koblenzer Eigengewächse - an Identifikation mit der TuS sollte es also nicht fehlen. Und gerade dies scheint dem Vernehmen nach ein entscheidendes Defizit manch teuren Spielers zu sein, den Koblenz in der Sommerpause gerne verkaufen würde. (Christoph Oster)

RZO


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