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Wolfsburg sagt Mailand ab: Dzeko «unverkäuflich»

Wolfsburg Der VfL Wolfsburg will Top-Stürmer Edin Dzeko nicht zum AC Mailand ziehen lassen.

Der deutsche Fußballmeister hat dem italienischen Serie A-Club schriftlich eine Absage erteilt und bezeichnete den bosnischen Angreifer als unverkäuflich.

«Ich habe mich für die Glückwünsche zur Meisterschaft bedankt und mitgeteilt, dass wir im Moment keine Notwendigkeit sehen, Edin Dzeko zu verkaufen», sagte VfL-Geschäftsführer Jürgen Marbach. Er teilte die mit Aufsichtsrat Stephan Grühsem und Trainer Armin Veh abgesprochene Entscheidung per Fax dem AC Mailand mit. Mailand soll 30 Millionen Euro für Dzeko geboten haben.

Der italienische Club hatte sein Interesse an dem europaweit begehrten Topspieler ebenfalls schriftlich formuliert und sich eine Abfuhr beim Fußball-Bundesligisten geholt. «Da kann der FC Galaktika kommen, wir geben Dzeko nicht her», sagte VfL-Aufsichtsrat Stephan Grühsem der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Es gibt keinen Grund für uns zu verhandeln.» Auch die kolportierte Ablösesumme von 30 Millionen Euro scheint den deutschen Meister nicht zu beeindrucken.

Es gebe ein Schreiben des italienischen Clubs mit der Bitte um Gespräche, bestätigte VfL-Geschäftsführer Jürgen Marbach. Der Angreifer soll sich nach übereinstimmenden Medienberichten mit Milan bereits einig sein und eine Ablöse von 30 Millionen Euro kosten, die Milan dank der 65 Millionen aus dem Transfer von Kaká zu Real Madrid locker bezahlen kann.

Dzeko hat in der abgelaufenen Saison 26 Bundesliga-Treffer für den VfL erzielt und hat mit 23 Jahren seine beste Fußballer-Zeit noch vor sich. Das lockt auch andere Clubs: Zu den weiteren Interessenten sollen Chelsea, Arsenal, Manchester City und Olympique Lyon gehören.

Dzeko ist mit seinen Aussagen vorsichtig. Zu den Meldungen über eine angebliche Einigung mit Milan sagte er der in seiner Geburtsstadt Sarajevo erscheinenden Zeitung «Dnevni avaz»: «Diese Berichte bedeuten nichts für mich. Solange die Wolfsburger nicht bekanntgeben, dass sie mich verkaufen wollen und kein Abkommen mit einem anderen Fußballclub vereinbart haben, bleibe ich deren Spieler und darf mich nicht zu einem eventuellen Transfer äußern».

Der VfL ist bei Dzeko längst in die Offensive gegangen. Der Überraschungsmeister will den ohnehin bis 2011 laufenden Vertrag verlängern. Dem bosnischen Nationalspieler ist diese Offerte mit einer deutlichen Anhebung der Bezüge schmackhaft gemacht worden. «Wir sind bereit, uns bei dem Thema zu bewegen», sagte Grühsem. Er setze wie bei Grafite darauf, dass «die Berater nicht den Blick für die Realitäten verlieren», kommentierte der VfL-Aufsichtsrat, der bei Volkswagen als Konzernsprecher arbeitet.

Dzeko bildete gemeinsam mit dem 28 Mal erfolgreichen Grafite den mit Abstand besten Sturm der Liga und war ein Garant für den ersten Titelgewinn der Wolfsburger. Der VfL will nicht nur Dzeko und Grafite halten, sondern weiter aufrüsten und selber einen weiteren Topstürmer holen. Erster Kandidat war Mladen Petric, doch die Hamburger wollen den 28-Jährigen nicht abgeben. Als Alternative gilt in Wolfsburg auch der Kölner Milivoje Novakovic.

dpa-infocom

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