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Südafrika kämpft gegen «Kinderkrankheiten»

Johannesburg Genau ein Jahr vor dem WM-Anpfiff und drei Tage vor dem großen Testlauf Confederations Cup kämpfen Südafrikas Fußball-Organisatoren noch mit «kleinen Kinderkrankheiten».

Im Ellis Park-Stadion von Johannesburg macht der Rasen Probleme - größere Schwierigkeiten können sich der Weltverband FIFA und die Planer im Kap-Staat im Lichte der kritischen Weltöffentlichkeit nicht leisten. «Wir werden die beste Weltmeisterschaft der Geschichte ausrichten», versprach WM-Cheforganisator Danny Jordaan trotz aller bisherigen Planungsdefizite für das Milliardenevent vom 11. Juni bis 11. Juli 2010 großspurig.

Kurz vor dem Eröffnungsspiel des Confed Cups am 14. Juni zwischen Gastgeber Südafrika und Asienmeister Irak steckt der Teufel laut FIFA-Wettbewerbsdirektor Jim Brown für den ultimativen WM-Testlauf hier und da noch im Detail. «Es gibt noch ein paar Lektionen zu lernen. Aber dieses Turnier wird die Menschen durch seine Atmosphäre in den Bann ziehen», sagte Brown. Sorgen bereitet unter anderem die Spielfläche im Ellis Park. Das neu gebaute Tribünendach warf mehr Schatten auf den Rasen, der dadurch nicht gleichmäßig angewachsen ist.

Im Vergleich zu den bewältigten Problemen, die der FIFA-Chef und selbst erklärte Afrika-Freund Joseph Blatter im vergangenen Sommer noch drohend von einem Ausweichplan B sprechen ließen, sind dies nur Mosaiksteine im Planungspuzzle. «Wir verbessern uns jeden Tag in allen Bereichen. Dafür ist der Confed Cup da, dass wir Fehler erkennen und künftig vermeiden», sagte Brown.

OK-Chef Jordaan sieht das von Gewalt geplagte Land auch beim Thema Sicherheit auf der sicheren Seite. «Wegen unserer ungewöhnlichen Vergangenheit haben wir die am besten trainierten privaten Sicherheitsdienste. Es wird bei allen Großereignissen kriminelle Elemente geben. Aber wir haben die besten Sicherheitsvorkehrungen getroffen», sagte er.

Das vergleichsweise kleine Rasenproblem im Ellis Park soll zum Turnierbeginn gelöst sein. Der aus Deutschland als Krisen-Manager und Berater von der FIFA engagierte Horst R. Schmidt ist vor der Generalprobe mit den Fußball-Kalibern Brasilien, Spanien und Italien optimistisch: «Ich denke, dass das Land gut vorbereitet ist.»

Ganz Südafrika macht sich in diesen Tagen WM-fein. Grünes Licht für die Generalprobe gab auch Afrikas größte Luftverkehs-Drehscheibe, Johannesburgs internationaler OR Tambo Flughafen. Zwar wird zum Confed Cup mit 5000 internationalen Fans gerade mal ein Bruchteil der für die WM erhofften 400 000 ausländischen Südafrika-Besucher erwartet, doch sollen sie die neuen Anlagen des völlig modernisierten und erweiterten Airports testen helfen.

Vor allem die im vergangenen Monat installierten neuen Gepäck- Sortierbänder für bis zu 8000 Gepäckstücke pro Stunde stehen dabei im Mittelpunkt des Interesses, aber auch die behördliche Abfertigung der ankommenden Gäste. So sollen etwa mit Lufthansa-Maschinen anreisende Gäste auch auf Deutsch informiert und die Mannschaften und ihre Delegationen im Schnellverfahren durch die Einwanderungsbehörden abgefertigt werden.

Anders als bei der WM geplant wird jedoch die neue Gautrain-Schnellzug-Verbindung in Johannesburgs Nobelvorort Sandton noch nicht zur Verfügung stehen. Allerdings haben die Behörden ein Bus- und Taxi-Transportsystem installiert, das die Fans direkt vom Flughafen zu den Austragungsorten der Confed Cup-Spiele in Johannesburg, Pretoria, Rustenburg und Bloemfontein bringen wird. Von Arne Richter und Ralf E. Krüger, dpa

dpa-infocom

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