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Preetz: Keine Alleingänge mehr bei Hertha BSC

Berlin Nach dem Generationenwechsel von Dieter Hoeneß zu Michael Preetz soll der Mannschaftsgeist in die sportliche Führung von Hertha BSC zurückkehren.

«Ich bin Teamplayer. Mit mir gibt es keinen Alleingang und keine Hauruck-Aktion», sagte Preetz, 24 Stunden nach der Bestellung zum neuen Geschäftsführer für Sport. Trotz immer wiederkehrender Turbulenzen im Hauptstadt-Club ist dem Bundesliga-Rekordschützen der Berliner vor seinem Job nicht bange: «Ich habe hier alles erlebt. Hertha BSC ist mein Verein.»

Offene Kritik an dem oft allmächtig wirkenden Hoeneß verkniff sich der einstige Torjäger: «Ich möchte nicht zurückblicken. Dieter Hoeneß hat für Hertha BSC in den letzten 13 Jahren einen tollen Job gemacht.» Ebenso wie der 41-Jährige dankte auch Präsident Werner Gegenbauer Hoeneß, der aus einem maroden Zweitligisten einen regelmäßigen Europapokal-Teilnehmer geformt hat. Dass Trainer Lucien Favre mit einer Rücktrittsdrohung den vorzeitigen Abschied des Managers beschleunigt haben soll, bestritt Vereinschef Gegenbauer: «Das ist Quatsch.»

Preetz betonte, der mit Hoeneß zuletzt oft nicht mehr einige Schweizer solle langfristig an den Hauptstadt-Verein gebunden werden und weiter junge Spieler entwickeln. Erst im Winter hatte Favre nach anderthalb Jahren in Berlin bereits bis 2011 verlängert. Neben Preetz wird der weiter für Finanzen zuständige Ingo Schiller als zweiter Geschäftsführer fungieren, einen Vorsitzenden wie Hoeneß, der offiziell zum 30. Juni ausscheidet, gibt es nicht mehr.

Angesichts der finanziellen Zwänge wartet auf Preetz und Favre nach Platz vier in der Vorsaison aber eine Herkules-Aufgabe. Für die Mannschaft stehen fünf Millionen Euro weniger Gehalt zur Verfügung, zudem sollen weitere fünf Millionen durch Transfers erwirtschaftet werden. Das nötige Geld könnte zum Beispiel durch einen Wechsel von Abwehrrecke Josip Simunic in die Kasse fließen. Das erneute Eingreifen in das Meisterschaftsrennen scheint aber kaum möglich.

«Natürlich sind wir nicht blauäugig. Wir wissen, dass es ehrgeizig ist, wieder in diesen Dimensionen zu landen», sagte Preetz. Auch Favre habe bei seiner Vertragsverlängerung die Rahmendaten gekannt. Obwohl Hertha BSC 30 Millionen Euro Schulden drücken, meinte Club- Boss Gegenbauer: «Wir sind aus unserer Sicht wirtschaftlich ein sehr stabiler Bundesligist.»

Ein Saisonziel wollte Preetz , der bisher als Leiter der Lizenzspielerabteilung fungierte, nur einen Tag nach seiner Ernennung noch nicht ausgeben. «Wir haben noch keine Mannschaft stehen», sagte er. Dafür wird es Zeit: In zwei Wochen beginnt das Training, am 8. August starten die Berliner daheim in die neue Saison.

dpa-infocom

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