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«Monster»-Schau im Neanderthal Museum

Mettmann Drache, Yeti und Zyklop: Unheimliche Wesen versammelt das Neanderthal Museum in Mettmann vom 18. Juli bis zum 1. November in der Ausstellung «Monster und Mythen».

Die vom Londoner Natural History Museum konzipierte Wanderschau mit acht animierten Monstern macht erstmals Station im deutschsprachigen Raum. Zwar sei die Schau einigermaßen «gruselig», aber keine «Geisterbahn», sagte die stellvertretende Museumsdirektorin Bärbel Auffermann in Mettmann.

Thema der Präsentation ist der Ursprung von Mythen, die in «vorwissenschaftlichen Zeiten» zur Erklärung natürlicher Phänomene herangezogen wurden. Anhand von Fossilien-Funden werden die «Monster»-Mythen in der Schau wissenschaftlich objektiviert. Die Präsentation passe gut ins Haus, das dem berühmtesten Steinzeitmenschen gewidmet sei, meinte Auffermann: Um den Neandertaler ranke sich schließlich auch der Mythos vom «wilden Mann mit Keule».

Wissenschaftler rückten zum Beispiel den Mythos vom einäugigen Zyklopen zurecht. Bei den unheimlichen Knochenfunden handelte es sich in Wirklichkeit um Elefantenschädel. Das Rüsselloch sei früher als Augenhöhle des einäugigen Riesen falsch interpretiert worden, so Auffermann. Monströs ist auch die Sage um den Yeti, der erfunden worden sei, weil Menschenaffen als Bewohner hoher, eiskalter Regionen nicht vorstellbar waren. Die fantasievollen Legenden über Drachen basierten dagegen auf Dinosaurierfunden.

Neanderthal Museum: www.neanderthal.de

dpa-infocom