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Mehr Macht: Heldt rückt in VfB-Vorstand auf

Stuttgart Der VfB Stuttgart hat mit der Berufung von Sportdirektor Horst Heldt in den Vereinsvorstand eine wichtige Voraussetzung für Kontinuität auf seiner sportlichen Führungsebene geschaffen.

Wie der Fußball-Bundesligist mitteilte, bestellte der Aufsichtsrat Heldt zum 1. Juli für vier Jahre als Verantwortlichen für den Bereich Sport in das Führungsgremium und stärkte damit erkennbar die Position des 39-Jährigen im Machtgefüge des Traditionsvereins. «Horst Heldt hat in den vergangenen Jahren einen wichtigen Beitrag zu der erfreulichen Entwicklung im sportlichen Bereich geleistet», sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Dieter Hundt über den vor einigen Wochen noch vom FC Schalke 04 umworbenen Heldt. «Seine Bestellung zum Vorstandsmitglied ist Ausdruck unserer Wertschätzung für seine Arbeit.»

Mit dem seit dem Schalke-Vorstoß vor einem Monat erwarteten Aufrücken geht Heldt gestärkt aus dem Wirbel um seine Person hervor, den das öffentliche Werben des Liga-Konkurrenten aus Gelsenkirchen ausgelöst hatte. Hatte Heldt zuvor angeblich ein derartiges Zeichen der Wertschätzung seiner Arbeit in Stuttgart vermisst, wird sein Wort als nun drittes Vorstandsmitglied neben VfB-Präsident Erwin Staudt und Finanzvorstand Ulrich Ruf künftig besonders bei Transfers noch mehr Gewicht haben. Hundt bezeichnete die Personalie als «wichtige Weichenstellung für eine Fortsetzung des sportlichen und wirtschaftlichen Erfolgs des Vereins» in «struktureller und organisatorischer Hinsicht».

Heldt äußerte sich gewohnt zurückhaltend. «Ich freue mich über das Vertrauen, das mir der Aufsichtsrat mit dieser Entscheidung entgegenbringt», sagte der 359-malige Bundesliga-Spieler, der seit Januar 2006 als Sportdirektor beim VfB arbeitet und neben Coach Armin Veh als Vater des Titelgewinns 2007 galt. Als angesichts eines schleichenden Niedergangs auch er zunehmend infrage gestellt wurde, hatte Heldt mit der Entlassung von Veh und der erfolgreichen Überraschungslösung mit Markus Babbel alle Kritiker verstummen lassen.

Mit dem Ziel vor Augen , die Champions-League-Qualifikation zu überstehen, könnte sich bereits in den kommenden Wochen zeigen, ob die Schwaben mit Heldt im Vorstand ihre meistens konservative Einkaufspolitik künftig offensiver gestalten. Dank des Rekord-Erlöses von mehr als 30 Millionen Euro für den nach München verkauften Mario Gomez befindet sich Heldt mit vollen Taschen auf Spielersuche. Angeblich ist der VfB bereit, sich allein Hoffenheims Stürmer Demba Ba 16 bis 19 Millionen kosten zu lassen.

Als weitere Kandidaten auf die Gomez-Nachfolge gelten der Leverkusener Patrick Helmes sowie Marco Pantelic von Hertha BSC Berlin. Nachdem die erhoffte Verpflichtung von Barcelonas Alexander Hleb geplatzt ist, gilt auch der serbische Mittelfeldspieler Milan Jovanovic von Standard Lüttich als Kandidat. Kämpfen muss Heldt möglicherweise um einen Verbleib des von Juventus Turin umworbenen Innenverteidigers Serdar Tasci.

dpa-infocom

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