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TuS Koblenz

Wer kommt? Viele Fragezeichen bei der TuS

Koblenz Bis auf die Verpflichtung von Johannes Rahn gibt es beim Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz noch keine neuen Fakten zu vermelden.

Allerdings sind einige Namen bei der TuS im Gespräch. Bislang steht nur die Verpflichtung von Rahn fest, Gerüchte um Lense, Geißler und Musculus gehen - Skela ist umworben.

Als an jenem warmen Frühlingstag im Mai die dritte Zweitliga-Saison der TuS Koblenz mit einem peinlichen 0:4 beim Absteiger FC Ingolstadt ihr unwürdiges Ende fand, da ließ sich erstmals erahnen, in welche Richtung der für die Sommerpause anvisierte Umbau des Spielerkaders laufen könnte. Ausschließlich Spieler mit Charakter wolle er im Trikot der TuS Koblenz um Siege und Punkte kämpfen sehen, sagte Trainer Uwe Rapolder damals sinngemäß und verschwand mit dem Entschluss in die Sommerpause, den Worten Taten folgen zu lassen.

Wenn Rapolder sich dieser Tage nach einem Sichtungsverfahren, das ihn unter anderem nach Tschechien geführt hat, unter der kubanischen Sonne von den Strapazen des Abstiegskampfes erholt, dann hat er dem TuS-Geschäftsführer und Manager Wolfgang Loos ein entscheidendes Dokument hinterlassen - eine Liste mit Spielern, die er zum Trainingsauftakt am 25. Juni gerne persönlich begrüßen würde. In trockenen Tüchern ist bis zum heutigen Zeitpunkt ausschließlich die Verpflichtung von Johannes Rahn, der es beim VfB Stuttgart II in den vergangenen beiden Jahren auf 59 Spiele und 11 Tore in der dritten Liga gebracht hat - kein Vollzug ist dabei im Hinblick auf Philipp Langen zu vermelden. Der variabel auf der linken Seite verwendbare 22-Jährige soll nach einem Seuchenjahr in Fürth mit lediglich 180 Minuten Einsatzzeit ausgeliehen werden - Langens Vertrag in Franken läuft noch bis Sommer 2011.

Neben den beiden bekannten Personalien sind offenbar auch zwei weitere Spieler in die Verlosung geraten, denen die Prädikate deutsch und bissig zugeschrieben werden können. So kursieren im Umfeld des Vereins Gerüchte über ein Interesse der Koblenzer an den Spielern Benjamin Lense (Hansa Rostock) und Tom Geißler (VfL Osnabrück). Lense war noch in der Vorrunde der vergangenen Saison als Rechts- oder Innenverteidiger Stammkraft beim Bundesliga-Absteiger und steuerte unter anderem einen Treffer zum geschichtsträchtigen 9:0-Sieg über die TuS bei. In der Rückrunde wurde er vom neuen Hansa-Trainer Andreas Zachhuber aus dem Kader suspendiert und befindet sich nun auf Vereinssuche. Bei früheren Stationen in Bochum, Nürnberg und Bielefeld brachte er es insgesamt auf 64 Bundesliga-Einsätze (1 Tor).

Geißlers eigentlich bis 2010 datierter Vertrag wurde mit dem Abstieg des VfL Osnabrück unwirksam. Der offensive Mittelfeldspieler hat zwar ein unbefriedigendes Spieljahr mit nur acht Einsätzen hinter sich, gilt aber als brauchbarer Vorlagengeber. In 92 Zweitliga-Einsätzen erzielte Geißler neun Tore.

"Ich werde keinerlei Namen kommentieren", sagte Wolfgang Loos auf Anfrage zu möglichen Bewegungen im Koblenzer Kader - wohl auch deshalb, weil die Personalkalkulationen vor allem von realisierbaren Spielerverkäufen abhängen. Im Falle des A-Jugendlichen Lucas Musculus bedarf es auch keiner Bestätigung durch die TuS-Verantwortlichen: In der vergangenen Woche meldete der "Kölner Stadt-Anzeiger" von einem konkreten Angebot, das der 18-jährige Stürmer des 1. FC Köln aus Koblenz erhalten habe - wobei Musculus trotz eines weiteren möglichen Lernjahres beim FC-Nachwuchs bereits zum Sommer mit dem Sprung in den Profi-Fußball kokettiere. In 17 Spielen der A-Junioren-Bundesliga West brachte er es immerhin auf die stolze Zahl von 11 Treffern.

Insgesamt ergibt die Gerüchtelage eine klare Tendenz, wonach die Koblenzer vor allem nach Kräften zur Belebung des Offensivspiels fahnden. In diesem Zusammenhang hat sich der seit Wochen im Gespräch befindliche Kandidat Shefki Kuqi nun gegenüber der britischen Presse geäußert: "Ich will erst meine Oberschenkelverletzung auskurieren und dann gemeinsam mit meiner Familie eine Entscheidung treffen", sagte der finnische Nationalspieler am Rande des Länderspiels gegen Liechtenstein, bei dem er 18 Minuten lang zum Einsatz kam.

Ein noch größeres Fragezeichen steht hinter der Verpflichtung von Erwin Skela: Beim albanischen Routinier, der gerade mit Energie Cottbus abgestiegen ist und nicht allzu billig sein dürfte, haben dem Vernehmen nach neben der TuS noch weitere Vereine ihre Hüte in den Ring geworfen.

Christoph Oster

RZO



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