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Boris Beckers Hochzeitsspektakel ist vorbei

St. Moritz Bei ihrem Hochzeitsspektakel in St. Moritz haben Boris Becker und seine Lilly Kondition bewiesen: Bis weit in die Nacht hinein feierte das frisch getraute Paar mit seinen Gästen bei Dinner und Disco.

Im Luxushotel «Badrutt's Palace» genoss man nach einem Champagnerempfang das Fest-Menü - vom Seezungensalat über Rinderfilet bis hin zum Kuchenbuffet in einer aus Styropor aufgebauten Hochzeitstorte. Rund 200 Gäste hatten die Tennislegende und das niederländische Model Sharlely Kerssenberg zu ihrem dreitägigen Partymarathon in den Schweizer Alpen eingeladen.

Mit einem Brunch in 2181 Metern Höhe gingen die Feierlichkeiten am Samstag zu Ende. Bei Sonnenschein schwebte die Hochzeitsgesellschaft hinauf zum Katerfrühstück in einer Berghütte. Ein gutes Omen, dass der Name des letzten Schauplatzes beim «Bobbele»-Spektakel «El Paradiso» lautet? Die Öffentlichkeit diskutierte jedenfalls bereits über Baby-Pläne und die Dauer der Ehe zwischen dem gezähmten Frauenhelden und der neuen «Frau Becker». Ein gemeinsamer Name für das Paar ist auch schon gefunden: Brad Pitt und Angelina Jolie wurden zu «Brangelina», Boris und Lilly zu «Bolly» («Bild am Sonntag»).

Das Paar gönnte sich und seinen Gästen nach standesamtlicher Hochzeit und kirchlicher Trauung am Freitagabend zunächst ein Vier-Gänge-Menü und den Hochzeitskuchen. «Das war ein Wunderwerk Schweizer Patisserie», berichtete Kati Degenhardt, Chefreporterin des People-Magazins «OK!», das am Mittwoch erscheint. Der Sender RTL hatte für eine «erschwingliche» Summe die TV-Rechte erworben. Dessen Reporterin Frauke Ludowig, die während der Hochzeit dabei war, sagte in der «Welt am Sonntag» über das «Familienfest»: «Es war bunt, es war laut. Lillys Familie ist nicht gerade leise.»

Ihren «hautnahen» Einsatz kommentierte die Moderatorin in der Zeitung: «Das wurde so gewünscht, insofern ist es legitim. Für Becker, der immer Öffentlichkeit hatte, macht das auch keinen großen Unterschied - ob ihm seine Mutter gratuliert oder ich ihm eine Frage für das Fernsehen stelle. Für ihn ist das in dem Moment eins.»

Zur Hochzeit des dreifachen Wimbledon-Gewinners kam vor allem viel Sportprominenz. Fußball-Kaiser Franz Beckenbauer gehörte mit seiner Frau Heidi ebenso dazu wie der frühere Formel-1-Weltmeister Mika Häkkinen, Beckers früherer Manager Ion Tiriac, Skirennfahrerin Maria Riesch, Ex-Radprofi Jan Ullrich, die ehemalige Weltklasse-Schwimmerin Franziska van Almsick, der Boxer Vitali Klitschko und Beckers frühere Tenniskollegen Carl-Uwe Steeb und Eric Jelen.

Die angekündigte Alicia Keys trat zwar nicht zum Dessert auf, dafür unterhielt Jazz-Sängerin Karrin Allyson die Gäste. Boris und Lilly, die - nach weißem Hosenanzug im Standesamt und Brautkleid samt Schleier in der Kirche - nun ein zartrosafarbenes Flatterkleidchen trug, tanzten dann auch zu einem Pop-Medley den ersten Hochzeitstanz. «Unterm Tisch hab' ich niemanden sehen können, vielleicht bin ich aber auch zu früh gegangen», sagte Chefreporterin Degenhardt dem Audiodienst der dpa. Alle seien «anständig» gewesen.

Beckers Ex-Frau Barbara hatte die Einladung nicht angenommen, weil es «sein Tag» sei. Seine Tochter Anna (9) aus der Besenkammer-Affäre mit Angela Ermakova kam ebenfalls nicht nach St. Moritz. Dagegen waren die beiden Söhne Noah (15) und Elias (9) von Anfang an immer dabei, wenn ihr Vater und dessen zweite Ehefrau in dem Ort für Wirbel sorgten: Nachdem die Brautleute schon beim standesamtlichen Ja-Wort mit Buh-Rufen empfangen wurden, weil sie mit Schirmen die exklusiv «verkaufte» Braut verdeckten, steigerte sich der Trubel vor der Kapelle Regina Pacis (Königin des Friedens) noch. Lilly fuhr in einer Luxuslimousine vor, nebenher rannten Sicherheitsleute und deckten die Scheiben mit Schirmen ab. Als das Brautpaar später in einem Auto von der Kirche abfahren wollte, blockierten Reporter den Weg. Es gab tumultartige Szenen.

Nach der gescheiterten Beziehung mit Ex-Frau Barbara, nach der Besenkammer-Affäre und immer wieder wechselnden Frauen an der Seite des Jetset-Lieblings, betrachten indessen offensichtlich viele Deutsche die zweite Becker-Ehe mit Skepsis. Laut einer Umfrage des Instituts GEWIS für die Zeitschrift «Das Neue» glauben nur sechs Prozent der Bundesbürger, dass diese Ehe ein Leben lang hält. Dagegen meinen 42 Prozent, dass es Boris und Lilly höchstens zwei Jahre miteinander aushalten. 18 Prozent meinen sogar, dass schon nach weniger als einem Jahr Schluss sei.

Das Paar selbst hat übrigens für einen solchen Fall vorgesorgt: «Wir werden natürlich einen Ehevertrag machen», hatte Becker auf RTL angekündigt. «Wir sind ein modernes Ehepaar, wir sind auch keine 18 mehr.» Von Dorit Koch, dpa

dpa-infocom