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Kunst

Nackte Mona Lisa in Vinci

Vinci Das Lächeln der Mona Lisa gilt als Inbegriff des Weiblich-Rätselhaften, ihr Porträt als weltberühmt und einzigartig.

Eine Ausstellung im Geburtsort ihres Schöpfers, des Malers und Allroundgenies Leonardo da Vinci (1452-1519), zeigt die berühmte Schöne mit dem Silberblick jetzt in einer weniger bekannten Nacktversion. Auch wenn bisher noch nicht zweifelsfrei bewiesen ist, dass auch das «nackte Porträt» von Leonardo stammt, so gleicht die schöne Unbekleidete doch haargenau der bekannteren Version der «Gioconda» - wie die Mona Lisa auch genannt wird - die heute im Pariser Louvre hängt.

Um nur wenige Meisterwerke der Kunstgeschichte ranken sich so viele Fragen. Was soll ihr zugleich verführerischer und abweisender Blick sagen? Wie kam der Künstler auf die revolutionäre Perspektiv-Verschiebung? Manche Experten erklären den vage-unbestimmten Gesichtsausdruck mit einem Makel des Modells, andere sehen einen Muskelschwund im Gesicht oder Schizophrenie als Ursache. Den Schleier des Geheimnisvollen hatte schon der Künstler selbst über sein Werk gelegt: Niemand vermag bis heute schlüssig zu erklären, warum Da Vinci das Bild weder signiert noch datiert hat. Der italienische Kunsthistoriker Giorgio Vasari führte im 16. Jahrhundert den Namen «Monna Lisa» ein, «Monna» steht dabei für Madonna, Frau.

Die Schau im «Museo Ideale Leonardo da Vinci» beschäftigt sich jetzt in zahlreichen Exponaten und Dokumenten sowohl mit der Rezeption der beiden Bilder über die Jahrhunderte hinweg als auch mit den kunstwissenschaftlichen Untersuchungen zu der geheimnisvollen Schönen. Die Ausstellung bleibt geöffnet bis zum 30. September.

dpa-infocom