pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
 Magazin-Thema 

Sexy Schönheiten bei Gottschalk in der Arena

Palma de Mallorca Jede Menge sexy Schönheiten, aber keine Naomi Campbell: Die nach 1999 und 2007 dritte Mallorca-Ausgabe der ZDF-Show «Wetten, dass...?» hatte am Samstagabend viele schöne Frauen zu bieten.

Entertainerin Michelle Hunziker erntete viel Beifall für ihren Sprung in einen Swimmingpool im Kreisrund der Stierkampf-Arena von Palma. Die amtierende Miss Germany Doris Schmidt und 24 weitere Schönheitsköniginnen ließen sich bei einer Wette die BHs mit Essstäbchen aufmachen. Und die vor kurzem gekürte Gewinnerin von «Germany's Next Topmodel», Sara Nuru, plauderte mit Moderator Thomas Gottschalk über ihren neuen Promi-Status.

Unter den Wetten wurde ebenfalls eine junge Dame am meisten bejubelt. Die junge Chinesin Linlin Jin schwang sich 280 Hula-Hoop- Reifen mit einem Gewicht von mehr als 20 Kilogramm um die zierliche Taille und wurde damit Wettkönigin. Trotz allem: Beim Publikum verfehlte Gottschalk erneut die Zehn-Millionen-Marke. Im Schnitt schalteten 9,29 Millionen Menschen ein. An einem sommerlichen Samstagabend kann man aber auch damit eindeutig Gewinner der Hauptsendezeit werden. Der Marktanteil des ZDF lag bei 39,7 Prozent.

Eigentlich hätte den Reigen der Schönheiten das frühere Topmodel Naomi Campbell krönen sollen. Doch die als Wettpatin eingeladene Britin erschien nicht. Kurz vor der Sendung hatte sie laut Angaben des ZDF über ein «Zeitproblem» verhandeln wollen. Sie habe angeboten, um 21.00 Uhr zu kommen und eine halbe Stunde später wieder zu gehen, sagte Gottschalk den rund 9000 Zuschauern in der ausverkauften Arena Coliseo Balear. Da habe er gesagt, sie solle gleich zu Hause bleiben.

Der guten Stimmung des Publikums tat diese Verstimmung keinen Abbruch. Die Zuschauer unterhielten sich zum Teil sogar vollkommen ohne Zutun des Showmasters mit einer La-Ola-Welle. Kurzzeitig schien der ganz in Weiß gekleidete Gottschalk die Oberhand zu verlieren. Komiker Otto Waalkes half schließlich, die Massendynamik verebben zu lassen. Ansonsten fiel Otto - vom Fernsehpublikum weitgehend unbeobachtet - durch eine intensive Betreuung Michelle Hunzikers auf der Gäste-Couch auf. «Der füllt mich ab», beschwerte sich die 32 Jahre alte Schweizerin lächelnd.

Noch größer als in der Arena war das Promi-Aufgebot bei der After-Show-Party: Vor der Kulisse eines spanischen Dorfes - kleinen Nachbauten bedeutender Bauwerke Spaniens - vergnügten sich etwa TV-Lady Sabine Christiansen, Schlagersänger Heino, das Schlager-Duo Judith und Mel, Moderatorin Sonya Kraus, Fußballer Mario Gomez, Fußball-Trainer Christoph Daum, Gottschalk-Bruder Christoph, der Schauspieler Heinz Hoenig und Regisseur Dieter Wedel. Aus der VIP-Riege hagelte es Glückwünsche für Showmaster Gottschalk. Daum: «Es war unheimlich unterhaltsam. Gottschalk hat sehr gut mit dem Publikum korrespondiert. Es war ein absolutes Highlight.» Heino: «Es war sensationell, eine tolle Show. Campbell habe ich nicht vermisst.» Hoenig: «Der Stier am Anfang war herrlich.»

Gottschalk hatte die Sendung mit einem (zahmen) Stier an der Leine eröffnet. Einen weiteren Bezug zum Gastgeberland Spanien gab es mit dem Auftritt des spanischen Star-Tenors Placido Domingo. Erst erklärte der 69-Jährige den wenigen einheimischen Zuschauern auf Spanisch den Erfolg von «Wetten dass...?» in Deutschland. Dann brachte er dem Publikum das Lied «Y Viva España» bei.

Gottschalk reagierte auf das traditionelle Lied mit einem Verweis auf die Debatte um seine sinkenden Einschaltquoten: «Ich fürchte, das hat mich jetzt Zuschauer in der jugendlichen Zielgruppe gekostet», sagte er ironisch. Einen Tag vor der Show hatte Gottschalk noch beteuert, dass es ihm vor allem darum gehe, möglichst viele Menschen zu erreichen, unabhängig von deren Alter. Bei der Sendung war mal wieder sehr genau auf die verschiedenen Generationen und Geschmäcker geachtet worden: Als Musikgäste traten Teenie-Idol Ashley Tisdale, die Rock-Band Simple Minds und die Beatles-Imitatoren Rain auf. Von Silke Droll, dpa

dpa-infocom