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Devisen: Euro steigt wieder über 1,40 Dollar

FRANKFURT - Der Euro ist am Dienstag nach einer Berg- und Talfahrt wieder über die Marke von 1,40 Dollar gestiegen. Im Nachmittagshandel kostete die europäische Gemeinschaftswährung bis zu 1,4023 US-Dollar, fiel dann aber wieder leicht zurück und wurde zuletzt mit 1,4005 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3959 (Montag: 1,3866) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7164 (0,7212) Euro.

"Der Handel war heute sehr technisch geprägt", sagte Devisenexperte Klaus Gölitz vom Bankhaus M.M. Warburg. So sei der Euro am Vormittag zunächst auf bis zu 1,3850 Dollar gesunken, wichtige Marken nach unten habe er aber nicht durchbrochen. "Anschließend hat eine große US-Bank ein Kaufempfehlung für den Euro gegeben, was der Gemeinschaftswährung zugute gekommen ist." Fundamentale Impulse seien am Dienstag indes Mangelware geblieben. Auch die schwache deutsche Industrieproduktion im April habe nicht bewegt.

"Die Insolvenz des Handelskonzerns Arcandor hat an den Devisenmärkten kaum eine Rolle gespielt", sagte Gölitz. Nach langen Verhandlungen mit der Politik hatte Arcandor am Dienstag einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Essen eingereicht. Damit bangen nun 43.000 Beschäftigte um ihren Arbeitsplatz. Dem Konzern um die traditionsreiche Kaufhaus-Kette Karstadt droht damit 128 Jahre nach der Gründung des ersten Hauses die Zerschlagung.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86320 (0,87090) britische Pfund , 136,80 (136,53) japanische Yen und 1,5158 (1,5166) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 956,00 (943,75) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 22.010 (22.065) Euro.

dpa-infocom