pic Zählpixel

Helfer zwischen Himmel und Hölle

Westerwaldkreis Gerade jetzt kurz vor den Zeugnissen - aber nicht nur dann - kann Schule für den einen Schüler den Himmel auf Erden bedeuten, für den anderen aber auch schnell zur Hölle werden.

Damit es nicht so weit kommt, ist ein Pfarrer ganzjährig als Schulseelsorger an der BBS Montabaur im Einsatz: Andreas Steinbach ist der einzige offizielle Schulseelsorger an öffentlichen Schulen im Kreis. Und nicht nur das: An der Schule gibt es sogar einen eigenen Seelsorgeraum.

Der evangelische Pfarrer und Lehrer für Religion ist ein Viertel seiner normalen Arbeitszeit nur für die Schulseelsorge im Einsatz. Dafür hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau einen eigenen Schulseelsorgeauftrag an die BBS Montabaur vergeben. Das war allerdings auch von der Schulleitung gewünscht.

„Die Schulseelsorge gilt im übrigen allen an unserer Schule“, macht Steinebach deutlich. „Sie ist individuelle Begleitung im Alltag, in Nöten und Sorgen, Dasein an Grenzen und Brücken des Lebens.“ Für den Pfarrer ganz wichtig: „Die Gespräche mit mir sind absolut vertraulich - Beichtgeheimnis, könnte man sagen. „Die Themen sind vielfältig: Probleme in der Schule oder am Arbeitsplatz, keine Perspektive nach der Schule, Zerrissenheit zwischen familiären Strukturen und eigener Lebensgestaltung, Angst vor Überforderung, Notlagen durch Unfälle oder Krankheiten im Familien- und Freundeskreis und vieles mehr. Oft kann Steinebach schon mit einem Gespräch helfen, ein anderes Mal sind regelmäßige Treffen nötig, um eine schwierige Situation in den Griff zu bekommen. „Manchmal braucht es professionelle Hilfe, die auch Schulseelsorge nicht geben kann“, kennt der Pfarrer, der für seine Aufgabe von der Kirche speziell geschult wurde, auch seine Grenzen und vermittelt dann Kontakte zu anderen Helfern oder Beratungsstellen. Natürlich arbeitet er auch mit dem Sozialarbeiter und den Vertrauenslehrern an der BBS zusammen.

Mehr dazu lesen Sie in der Montagausgabe der Westerwälder Zeitung.

So, 14. Jun. 2009, 15:00 © Rhein-Zeitung & Rhein-Zeitung
Artikel empfehlen    Leserbriefe    Impressum

suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet