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Kritik an Meisterprüfung: Immer noch mit Kittstock statt mit moderner Technik

Idar-Oberstein „Thomas Petsch versteht die Welt nicht mehr: Seine Edelsteinfirma „Wild & Petsch“ investiert seit Jahren viel Geld in neue Fertigungsmethoden und in die entsprechende Ausbildung ihrer Mitarbeiter. Als jetzt eine Meisterprüfung anstand, gab’s eine böse Überraschung: Statt mit der gewohnten modernen, CNC-gestützten Fertigungstechnik sollte der Geselle auf Geheiß der Prüfungskommission sein Meisterstück mit Holzstock und Kittstock anfertigen.

„Ein Rückfall ins Mittelalter“, urteilt Petsch - zumal die damalige Gesellenprüfung (die bei der IHK abgelegt wird) ausdrücklich mit den im Betrieb verwendeten Methoden und Techniken verbunden war.„Eine Weiterbildung in unserem Betrieb ist unter diesem Rahmenbedingungen nicht mehr möglich“, übt Petsch scharfe Kritik am Prüfungsausschuss und dessen Vorsitzenden Erwin Pauly.

Der Graveurmeister aus Veitsrodt lässt diese Kritik nicht gelten. „Uns liegt sehr viel daran, dass derjenige, der später selbst ausbildet, auch ein Meister seines Faches ist. Deshalb besteht die Kommission auf handwerklichem Arbeiten“, betont Pauly

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Fr, 12. Jun. 2009, 15:52 © Rhein-Zeitung & Rhein-Zeitung
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