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"Realschule plus": Pädagogen-Ausbildung wird einheitlich - Debatte um Bezahlung

Rheinland-Pfalz Die Abschaffung der Hauptschule im Land beginnt im nächsten Schuljahr - nun wird auch die Lehrerausbildung angepasst: Wer Lehrer an der neuen "Realschule plus" werden will, belegt dafür künftig den Masterstudiengang für das Lehramt an "Realschulen plus". In der neuen Schulform werden bis 2013 schrittweise Haupt- und Realschulen zusammengelegt und beide Abschlüsse unter einem Dach angeboten.

In der neuen Ausbildung will Bildungsministerin Doris Ahnen (SPD) die "Inhalte der bisher getrennten Ausbildungswege" für Haupt- und Realschullehrer zusammenführen. Beispielsweise werde das Arithmetik-Fachwissen für die Realschule ebenso vermittelt wie die pädagogischen Fähigkeiten für die Hauptschule. Lehrer sollen damit besser auf Schüler mit unterschiedlicher Begabung eingehen können.

Die Studiendauer verlängert sich um ein Semester auf viereinhalb Jahre. An den dreijährigen "Bachelor Erziehungswissenschaften" schließt sich der anderthalbjährige Master "Realschule plus" an, gefolgt von 15 Monaten Referendariat.

Die Absolventen des neuen Studiengangs, von denen ab 2013 jährlich etwa 900 in den Schuldienst kommen, werden nach der Besoldungsgruppe der Realschullehrer "A 13" bezahlt. Verbände und CDU-Opposition kritisieren jedoch, dass heutige Hauptschullehrer "A 12" bleiben und weiterhin rund 400 Euro brutto weniger verdienen als Realschulkollegen, auch wenn sie dieselben Schüler unterrichten.

Das Problem existiert an Regionalen Schulen schon länger. "Da ist was am Kochen in der Lehrerschaft", sagt der Vorsitzende der "Interessengemeinschaft der Hauptschullehrerinnen und Hauptschullehrer", Holger Rindsfüßer. Er fordert eine stufenweise Gehaltsanpassung wie im Saarland. Der Landesvorsitzende der Bildungsgewerkschaft GEW, Klaus-Peter Hammer, verlangt eine entsprechende Zulage für Hauptschulpädagogen. Mit einer Aufstiegsprüfung sollen sie sich finanziell verbessern können, schlägt die CDU vor.

Der Realschullehrerverband VDR begrüßt die Studienverlängerung. So komme die fachwissenschaftliche Qualifikation nicht zu kurz, sagt Landesvorsitzender Bernd Karst. Der neue Masterstudiengang wird ab dem Wintersemester 2010/11 an der Uni Koblenz-Landau und der TU Kaiserslautern angeboten. Zum Winter 2011 folgt Trier. (ren)

RZO