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Peugeot 308CC: Der Sonne entgegen

Hamburg Peugeot läutet den Sommer ein. Zwar ist es im Frühjahr oft noch frisch, doch machen die Franzosen mit dem neuen 308 CC bereits Lust auf die Open-Air-Saison.

Eine warme Brise verlängert künftig die Saison

Der Viersitzer bleibt zwar beim versenkbaren Hardtop, wirkt aber trotz des größeren Formats ein wenig zierlicher als sein Vorgänger. Er kostet mindestens 25 800 Euro und steht ab April bei den Händlern. Dass es da für Ausfahrten unter freiem Himmel vielleicht noch ein wenig frisch sein könnte, ficht die Löwenmarke nicht an. Denn erstens ist das Cabrio ja auch ein Coupé, und zweitens bekommt es als erstes Auto im Segment eine Nackenheizung. Wie sonst nur bei den ungleich teureren Modellen von Mercedes bläst diese «Airwave» fein dosierte Warmluft aus der Kopfstütze. Diese warme Brise hüllt den Fahrer und seinen Sozius in eine so wohlige Wolke, dass man mit geschlossenen Fenstern und aufgestelltem Windschott selbst den Winter offen genießen kann.

Neue Airbags für das «sicherste Cabrio der Welt»

Aber das laue Lüftchen ist nicht die einzige Neuerung im Sitz. Zum ersten Mal haben die Franzosen in der Kopfstütze eines Cabrios einen Kopf-Airbag integriert. Zusammen mit konventionellen Front- und Seiten-Airbags, den automatisch ausfahrenden Überrollbügeln und dem ESP machen sie den 308 zum «sichersten Cabrio der Welt», behaupten die Entwickler.

Schneller strippen - 20 Sekunden reichen fürs Öffnen

Nur im Detail verändert wurde dagegen das vollautomatische Dach. Mit einer Choreographie für 20 Sekunden gelingt die Metamorphose nun ein wenig schneller und kann außerdem erstmals bis zu gehobener Schrittgeschwindigkeit auch während der Fahrt aktiviert werden. Außerdem falten sich die einzelnen Elemente nun noch enger zusammen und lassen dadurch mehr Platz im Kofferraum: Er misst in der Cabrio-Konfiguration 226 Liter und wächst bei geschlossenem Auto um 53 auf 403 Liter. Das ist mehr als beim gewöhnlichen 308.

Für Erwachsene taugt der Rücksitz nur als Strafbank

Was der CC im Heck zu viel hat, fehlt ihm allerdings im Fond. Obwohl Länge und Breite ein paar Fingerbreit gewachsen sind, geht es auf der Rückbank viel zu eng zu. Nur wenn sich die vorderen Passagiere ganz klein machen und weit unter die lange Frontscheibe rücken, bekommt man hinten die Füße auf den Boden. Sonst müssen Hinterbänkler die Knie schon an die Ohren legen.

Start mit einem starken Diesel

Offiziell beginnt die Preisliste des 308 CC mit 25 800 Euro. Aber weil das Einstiegsmodell mit einem 88 kW/120 PS starken 1,6-Liter-Benziner ebenso wie der kleine Diesel (1,6-Liter, 82 kW/112 PS) für 27 750 Euro erst im Sommer auf den Markt kommen, müssen die Kunden der ersten Stunde mindestens 30 150 Euro einplanen. Dafür gibt es einen zwei Liter großen Diesel mit 103 kW/140 PS und imponierenden 320 Newtonmetern (Nm) Drehmoment. Kurzfristig mobilisiert der Motor sogar 340 Nm und macht damit etwa das Überholen auf der Landstraße zum Kinderspiel. Wer oft genug zum gut gestuften Sechsgang-Getriebe greift, kann zügig um die Kurven räubern. Umgekehrt ist der Vierzylinder allerdings auch elastisch genug für einen schaltfaulen Fahrstil, mit dem man ganz gelassen im fünften Gang dahinzuckelt. Wer es eilig hat, schafft den Sprint auf Tempo 100 in 10,8 Sekunden und erreicht immerhin 208 km/h. Wer es langsam angehen lässt, wird mit einem Verbrauch nahe am Normwert von 5,9 Litern (CO2-Ausstoß: 155 g/km) belohnt.

Auf dem Boulevard schweben, in den Bergen schleichen

Zwar haben die Franzosen dem 308 mit dem großen Kühler und der mächtigen Hakennase einen sehr aggressiven Look gegeben, die Karosserie ein paar Millimeter tiefergelegt und das nicht mehr ganz so pummelige Heck elegant mit schwarzen Diffussoreinsätzen kaschiert. So hätte zumindest der große Diesel allemal das Zeug zum Sportler. Doch bei der Auslegung von Fahrwerk und Lenkung hat die Entwickler der Mut verlassen. Auch wenn die Karosserie bis auf das unangenehme Scheppern beim Zuschlagen der Türen angenehm steif und solide ist, wirkt das Cabrio selbst weich und unbestimmt. In der Stadt ist die leichtgängige Lenkung ein Segen, und über eine sanft geschwungene Küstenstraße schwebt man wie auf Wolke Sieben. Aber sobald es etwas steil und kurvig wird, könnte etwas mehr Bestimmtheit nicht schaden.

Fazit: Ein Auto für entspannte Fahrer

Allerdings werden die Franzosen nicht müde zu behaupten, dass es den Kunden an Bord des 308 CC gar nicht entspannt genug zugehen kann. Wenn das zutrifft, ist Peugeot mit dem neuen Cabrio-Coupé ein guter Wurf gelungen. Das Design ist so elegant, wie es die Verdecktechnik zulässt, der Dieselmotor ist kräftig und sparsam und der Innenraum liebevoller gestaltet denn je. Der Clou allerdings ist trotz der gut 700 Euro Aufpreis die Nackenheizung. Denn mit ihr hat das Cabrio jetzt tatsächlich das ganze Jahr über Saison.

DATENBLATT: Peugeot 308 CC HDi FAP 140
Motor und Antrieb: Vierzylinder-Common-Rail-Diesel
Hubraum: 1997 ccm
Max. Leistung: 103 kW/140 PS bei 4000 U/min
Max. Drehmoment: 340 Nm bei 2000 U/min
Antrieb: Frontantrieb
Getriebe: Sechsgang-Schaltgetriebe
Maße und Gewichte:
Länge: 4400 mm
Breite: 1817 mm
Höhe: 1427 mm
Radstand: 2608 mm
Leergewicht: 1674 kg
Zuladung: 346 kg
Kofferraumvolumen: 226-403 Liter
Fahrdaten:
Höchstgeschwindigkeit: 208 km/h
Beschleunigung 0-100 km/h: 10,8 s
Durchschnittsverbrauch: 5,9 Liter/100 km
Reichweite: 1020 km
CO2-Emission: 155 g/km
Kraftstoff: Diesel
Schadstoffklasse: EU5
Kosten:
Basispreis der Modellreihe: 25 800 Euro
Grundpreis des 308 CC HDi FAP 140: 30 150 Euro
Typklassen: k.A. (Stand Februar)
Kfz-Steuer pro Jahr: 308 Euro/Jahr
alle Daten laut Hersteller, GDV, Schwacke
Wichtige Serienausstattung:
Sicherheit: ESP, Front-, Seiten- und Kopf-Airbags
Komfort: Klimaanlage, vollautomatisches Verdeck

dpa-infocom


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