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Fliesen für Wohnbereich sind sicher und pflegeleicht

Berlin Keramische Fliesen dienten schon in der Antike zur Gestaltung von Wänden und Böden.

In Deutschland wurde das beständige Material lange bevorzugt in Bädern und Küchen eingesetzt, in Wohn- oder Schlafräumen aber kaum. Doch das hat sich mittlerweile geändert.

«Nicht nur in den Wohnmagazinen erobern Fliesen derzeit neues Terrain, etwa als Wandbelag mit darauf abgestimmten Bodenfliesen in Ess-Wohnbereichen und Schlafzimmern», sagt Jens-Uwe Fellhauer, Geschäftsführer des Industrieverbandes Keramische Fliesen + Platten in Berlin. Fliesen eigneten sich als «durchgängiger Boden» im ganzen Haus - ohne störende Stufen oder Schwellen. Dies ist nicht nur beim barrierefreien Bauen ein Vorteil.

Bei der Entscheidung für Fliesen im Wohnbereich können weitere Vorzüge eine Rolle spielen. «Mit Fliesen belegte Böden sind strapazierfähig und tragen zur Wohngesundheit bei», sagt Dirk Petersen von der Verbraucherzentrale Hamburg. «Denn weder der keramische Belag noch Kleber oder Fugenmaterial dünsten aus.» Darüber hinaus sei die Lebensdauer von Fliesen außergewöhnlich hoch. Dadurch werde indirekt die Umwelt geschont, weil nicht alle paar Jahre ein neuer Bodenbelag verlegt werden muss. In vielen Fällen würden Fliesen nur ausgetauscht, weil sich modische Vorlieben der Bewohner für Farben oder Formen ändern.

Fliesen können Jahrzehnte halten. Doch wenn ein schwerer Gegenstand zu Boden fällt, kann auch dieses dauerhafte Material zu Bruch gehen. «Handwerklich lassen sich solche Schäden relativ leicht beheben, indem einzelne Fliesen oder Fliesenecken herausgehauen und durch neue ersetzt werden», sagt Petersen. Voraussetzung für den Austausch seien passende Ersatzfliesen. Beim Neuverfliesen sollte deshalb immer ein kleiner Vorrat an Ersatzfliesen zur Seite gelegt werden.

Im Vergleich zu Teppichböden oder anderen Belägen kann ein gefliester Boden im Winter kälter sein. Sinnvoll sei es deshalb, Fliesen im Wohnbereich mit einer Fußbodenheizung zu kombinieren, sagt Jens-Uwe Fellhauer. Keramikfliesen seien gute Wärmeleiter. Dadurch spare die Fußbodenheizung Energie, da sie mit einer geringeren Vorlauftemperatur gefahren werden könne.

Ein weiterer Pluspunkt: Fliesen lassen sich leicht reinigen. Im Privathaushalt reichen bei geringer Verschmutzung handelsübliche Neutralreiniger wie Schmierseife, die mit biologisch leicht abbaubaren, umweltverträglichen Wischzusätzen angereichert sind, so der Industrieverband Keramische Fliesen + Platten. Mehr und schärfere Reinigungsmittel führten kaum schneller zum Ziel. Im Gegenteil: Zu starke oder falsche Reinigungsmittel könnten dem Oberflächenbelag schaden.

Als Untergrund für den Bodenbelag dient in der Regel Estrich. «Er muss bis zu Verfliesung allerdings genügend Zeit zum Trocknen haben», sagt Ulrich Zink vom Bundesarbeitskreis Altbauerneuerung in Berlin. Bis zu 28 Tage könne das Trocknen dauern. Dieser Zeitraum lasse sich aber durch sogenannte Zuschlagmittel im Estrich verkürzen. Vor dem Verlegen müsse der Fliesenleger den Estrich auf Restfeuchtigkeit überprüfen. Ansonsten könnten später Risse im Fliesenbelag entstehen. Auf Abriebgruppen achten Gruppe I: Für den Barfuß- und Hausschuhbereich in Sanitär- und Schlafräumen.

Gruppe II: Für eine leichte Beanspruchung im privaten Wohnbereich (außer Küchen, Eingänge, Außenbeläge, Treppen) in Räumen, in denen mit normalen Schuhen wenig gelaufen wird und die Fliesen wenig durch Schmutz verkratzt werden.

Gruppe III: Für mittlere Beanspruchung mit normalem Schuhwerk inklusive Verschmutzung und Verkratzen, beispielsweise im privaten Wohnbau, auch Dielen, Flure, Balkone (außer Küchen).

Gruppe IV: Für hohe Beanspruchung in Räumen, in denen mit normalem Schuhwerk viel gegangen wird. Beispielsweise in Eingangsbereichen, auf Terrassen oder in Küchen.

Gruppe V: Für höchste Beanspruchung und Anwendungsbereiche mit sehr starkem Publikumsverkehr in Räumen und auf Flächen, die extrem belastet werden. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


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