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Luxus für alle: Wie sich das Badezimmer verändert

Frankfurt/Main Morgens muss es im Bad meist schnell gehen.

Abends oder am Wochenende lassen sich viele Menschen dagegen gerne mehr Zeit - der Nassbereich wird dann zum Nah-Erholungsgebiet.

Nur setzt die Realität der Entspannung manchmal enge Grenzen. So stört 33 Prozent der Deutschen ihr zu kleines Badezimmer, ergab eine Umfrage der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) in Bonn und der Messe Frankfurt. Weiteren 27 Prozent ist es zu schmutzig und unordentlich. Und 20 Prozent vermissen ein Fenster.

Auch wenn längst nicht jedes Badezimmer heute ein Wellnesstempel ist - ein Stück Luxus ist es auf jeden Fall, selbst mit Kacheln in Sahara-Beige oder einem Waschbecken in Moosgrün. Denn bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es in Deutschland in vielen Wohnungen gar kein eigenes Badezimmer. Wannen oder Zuber wurden in Waschküchen oder eigenen Waschhäusern aufgestellt.

«Das Bild vom idealen Badezimmer hat sich in den vergangenen Jahren von der standardisierten Nasszelle hin zu einem Wohnbad gewandelt, das genauso der Entspannung, der Fitness und dem Spaß dient wie dem Basisanspruch an die Körperhygiene», hieß es bei der Messe Frankfurt anlässlich der ISH 2009, der weltgrößten Bad- und Sanitärmesse.

Zu verdanken sei diese Entwicklung vor allem dem französischen Designer Philippe Starck und seiner ersten Kollektion für eine Reihe von Sanitär-Herstellern im Jahr 1994. Nach und nach sei das Bad wohnlicher geworden, die Hersteller boten Badmöbel und komplette Badezimmerkonzepte an.

«Bei wohnlichen Raumkonzepten werden die Sanitärprodukte nicht mehr an der Wand wie an einer Perlenschnur aufgereiht», sagt Jens Wischmann, Geschäftsführer des VDS. In Zukunft werde der gesamte Raum viel stärker mit einbezogen und möbliert. Auch müsse sich der Planer mehr auf die Bedürfnisse der Bewohner einstellen.

Für ältere Bewohner sei beispielsweise eine Ausstattung erforderlich, die lange die Selbstständigkeit erhalte. Dies könne beispielsweise durch eine Dusch-Badewannen-Kombination erreicht werden, die mit Hilfe einer Schiebetür per Tastendruck in eine dichte Badewanne verwandelt werden kann.

«In vielen Bädern von Morgen wird es eine klare Trennung von Bad und Schlafzimmer nicht mehr geben», sagt Carsten Tessmer vom Hersteller Hansgrohe im baden-württembergischen Schiltach voraus. Ein Beispiel dafür sei das Design- und Raumkonzept der Gestalterin Patricia Urquiola für die Axor-Kollektion.

Bad und Schafzimmer sind auch nach Auffassung des VDS ein «perfektes Paar». Designer und Hersteller trügen einiges dazu bei, dem Wohlgefühl in den neuen Raumkonzepten eine wichtige Rolle einzuräumen. Im Idealfall werde der WC-Bereich ausgegliedert. Doch Waschtisch, Dusche und Wanne gehörten auf jeden Fall ins offene Badezimmer. Eine Sauna und ein Dampfbad vervollständigten das Ensemble zur viel zitierten «Wellness-Oase».

Auch hier hätten die Hersteller auf die steigenden Ansprüche reagiert und wohnliche Konzepte entwickelt. Ein Beispiel hierfür ist die transparente Sauna-Kabine «Inipi» vom Hersteller Duravit aus dem saarländischen Hornberg, deren Holzrahmen Bad und Wohnbereich verbindet.

Eine völlige Verschmelzung von Bad und Schlafzimmer wird es nach Ansicht von Marcus Möllers vom Hersteller Kaldewei im nordrhein-westfälischen Ahlen aber nicht geben. Beim Einfamilienhaus gebe es jedoch die Tendenz, Elternschafzimmer und Bad miteinander zu verbinden - etwa über eine große Schiebetür. Dadurch bleibe genügend Platz, um sich diskret in einen abgeschlossenen Raum zurückziehen zu können. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom



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