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Vom Arbeitsraum zum Wohnzimmer - Küche im Wandel

Hamburg/Mannheim Einst war die Küche der wichtigste Raum im Haus. Mit dem Aufkommen der Einbauküche verlor sie an Bedeutung - und an Quadratmetern.

Doch inzwischen wird in immer mehr Häusern und Wohnungen die Rolle rückwärts geprobt.

Die Küche entwickelt sich wieder zum Mittelpunkt - und wer kann, kocht nicht mehr im Verborgenen, sondern ganz offen vor Familie und Gästen. «Die Küche ist immer wohnlicher geworden - das meiste Leben findet einfach dort statt», sagt Prof. Peter Wippermann vom Beratungsunternehmen Trendbüro in Hamburg. Von einem ehemals separierten Arbeitsraum wurde die Küche zu einem komfortablen Wohnraum, in dem man sich mit der Familie, seinem Partner und seinen Freunden trifft, so formuliert es der Arbeitskreis Moderne Küche in Mannheim. Und immer häufiger wird die Küche auch zu einem Statussymbol.

Die einen zeigen stolz den neuen Flachbildschirm im Wohnzimmer, die anderen führen Besuchern gerne den Profi-Gasherd mit sechs Kochstellen oder den Dampfgarer vor. «Selbst in kleinen Küchen werden luxuriöse Geräte eingebaut», beobachtet die Wohnexpertin Katharina Semling aus Oldenburg immer wieder bei ihren Kunden. Zu den neuen Geräten kommen neue Möbel, die sich nicht nur im Design von früheren Küchengenerationen unterscheiden.

Im Zuge der neuen Wohnlichkeit haben viele Küchenmöbel außerdem ihren traditionellen Arbeits-Look abgelegt. «Küchenfronten und -möbel können heute auch in Designs bestellt werden, die an Wohnzimmer und entsprechende Möbel erinnern», heißt es bei den Trendexperten der Kölnmesse, die die Einrichtungsschau «imm cologne» ausrichtet.

Besonders deutlich zu sehen ist diese Entwicklung bei teuren Geräten - hier dürfen die Küchen gern eine Spur avantgardistischer ausfallen. Aber auch in den günstigeren Bereichen hat sich bereits vieles verändert. So bietet die Einrichtungskette Ikea Küchen mit Fronten in stark gemaserter Holzoptik und integrierten Grifffugen. Kombiniert werden die natürlich anmutenden Holzoberflächen mit lackglänzenden Arbeitsplatten und Sockeln - der gleiche Mix ist derzeit auch bei Wohnraummöbeln angesagt.

Im gehobeneren Segment bringt zum Beispiel der Hersteller Team 7 aus Österreich grifflose Fronten, Holz und Lack in seiner Küche «k7» zusammen. Der Anbieter Leicht aus dem baden-württembergischen Waldstetten will mit einem sogenannten Paneel-System einen nahtlosen Übergang vom Küchen- in den Wohnbereich ermöglichen. Die Wandpaneele seien eine Ergänzung zu bestehenden Möbelsystemen und werden in zahlreichen Farbvarianten passend zur Küchen- oder Wohnraumeinrichtung angeboten.

Noch ein paar Preisstufen höher ist die Küche häufig gar nicht mehr auf Anhieb als Küche zu erkennen. Ein Beispiel dafür ist das Modell «b2» von Bulthaup aus dem bayerischen Bodenkirchen. Diese «Küchenwerkstatt» besteht aus lediglich drei Elementen: Einer Werkbank, einer Feuer- und Wasserstelle sowie einem Werkschrank für alle benötigten Utensilien. Werden die Schränke geöffnet, zeigt die Küche einen betont handwerklichen Charakter. Sind die Türen geschlossen, ist alle Technik dahinter verborgen - von außen könnte es sich auch um Kleiderschränke handeln. Von Sandra Cantzler, dpa

dpa-infocom


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