pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Bauen & Wohnen     » News     » Mietrecht     » Haushalts-Tipps

Auf eigenen Pfaden wandeln: Gartenwege selber anlegen

Regensburg Ein Gartenweg ist kein Muss, aber durchaus eine nützliche Sache: An Regentagen verhindert er zum Beispiel, dass die Strecke vom Haus zum Kompost oder zum Kräuterbeet zu einer matschigen Angelegenheit wird.

Nach dem Hausbau fehlt allerdings oft das Geld, um einen Weg professionell anlegen zu lassen. Mancher Bauherr greift deshalb selbst zu Steinen und Platten - und wundert sich dann, wenn sein Pfad schon bald im Boden versinkt oder vom Rasen überwuchert wird.

Bevor es losgeht, muss die Funktion des Weges feststehen, sagt Peter Himmelhuber, Gärtner und Fachbuchautor aus Regensburg. Denn die Gestaltung und Ausführung von Hauptwegen, wie beispielsweise des Weges vom Gartenzaun zur Haustür, sei anspruchsvoll. Der Weg durch den Vorgarten sollte möglichst kurz, breit und geradlinig sein. Andernfalls würden in Eile und aus Bequemlichkeit Abkürzungen gesucht und gefunden. Trampelpfade seien die Folge.

«Das Plattenlegen auf solchen Hauptwegen in Eigenregie setzt sehr viel Erfahrung voraus, da sie immer einen tragfähigen Unterbau benötigen und plan sein sollten», erklärt der Experte. Nur wer geschickt ist und über einige Erfahrung verfügt, könne sich daran wagen, einen Hauptweg am Haus selbst zu verlegen.

Gartenbesitzer mit zwei linken Händen sollten lieber eine Fachfirma des Garten- und Landschaftsbaus beauftragen, rät Himmelhuber. Denn Fehler bei der Erstellung des Unterbaus und beim Verlegen lassen sich im Nachhinein oft nur schwer beheben. Ein fehlgeschlagenes Projekt könne durch zusätzliche Arbeitskosten für das Wiederaufnehmen der Steine und das Entsorgen von Baustoffen am Ende noch teurer werden.

Für den Unterbau eines mit Steinen befestigten Weges muss das Erdreich zuerst 30 Zentimeter ausgeschachtet werden, erklärt Michael Pommer, Trainer bei der DIY-Academy in Köln. In diese Grube werde auf den Erdboden dann eine dicke Kiesschicht als Drainage und danach eine Bettung aus grobem und feinem Split aufgebracht. Um spätere Setzungen zu vermeiden, müssen Kiesschicht und grobe Split-Schicht mit einer sogenannten Rüttelplatte - ein Spezialgerät, das ausgeliehen werden kann - verdichtet werden.

Mit dem Verlegen der Steine kann laut Pommer begonnen werden, wenn auf dem Erdboden die Schotterschicht verdichtet und die Bettung eingebracht und abgezogen ist. Abschließend werde Lavagranulat in die Fugen eingekehrt und der Weg verdichtet. Hierfür sei eine Rüttelplatte mit Überzug das richtige Gerät, weil damit der Belag nicht beschädigt werde.

«Nebenwege, die zum Schlendern und Verweilen im Garten einladen, brauchen keinen aufwändigen Unterbau», erklärt Himmelhuber. Sie müssen nur den Schritten der Hausbewohner und gelegentlich der Schubkarre standhalten. Um trockenen Fußes durch den Garten zu kommen, reichten auch in den Rasen verlegte Schrittsteine. In diesem Fall brauche der Gartenbesitzer den Rasen nur in entsprechender Größe auszustechen und die Steine in die Rasenfläche einzupassen.

Nebenwege lassen sich auch mit Kies befestigen. Allzu oft werde bei diesem Belag aus Natursteinen die Wegeinfassung vergessen oder bewusst auf sie verzichtet, so die Gartenarchitektin Heidi Howcraft aus München. Dies sei ein Fehler, der sich später nur mit großem Aufwand korrigieren lässt. Denn die Einfassung sei wesentlich mehr als eine Trennung zwischen zwei Bereichen, da sie der gefestigten Fläche Halt und Stabilität gibt. Pommer empfiehlt, eine solche Einfassung aus Steinen am besten mit Magerbeton zu befestigen. Licht für Wege und Treppen Auch wer den Weg zum Haus, zur Garage und zum Kellereingang schon unzählige Male gegangen ist, ist im Dunklen nicht vor Stolperfallen sicher. Gut geeignet für eine Beleuchtung seien zum Beispiel Pollerleuchten, Mastleuchten, Wandleuchten oder Sockelleuchten, erläutert das Branchenportal licht.de in Frankfurt/Main. Ihr Licht mache Bodenbeschaffenheit, Hindernisse und Niveauunterschiede sichtbar. Die Beleuchtung sollte gleichmäßig sein. Starke Hell-Dunkel-Kontraste seien zu vermeiden. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom



Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon
Energiesparen