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Lasuren und Lacke: Holz vor Fäule schützen

Frankfurt/Main/München (dpa/tmn) - Das ganze Jahr über wird ihm übel zugesetzt.

Sengende Sonne, Eiseskälte, Sturm und Dauerregen nagen ebenso an ihm wie Pilze und Insekten.

Damit es trotzdem in Form bleibt , braucht jedes Holz Schutz. Ansonsten drohen bald Fäule und Verfall. Garten- und Hausbesitzer versuchen deshalb, mit regelmäßigen Anstrichen oder Lasuren die Lebensdauer von Zaun, Gartenhaus oder Pergola zu verlängern. Das Kunststück dabei ist, mit so wenig Gift wie nötig so viel Schutz wie möglich zu erreichen.

«Wenn die Holzmaserung nicht übertüncht werden soll, eignen sich Lasuren, die nicht deckend wirken wie Lacke», sagt Ludger Küper, Direktor des Paint Quality Institute in Frankfurt. Maßhaltige Holzteile wie Türen und Fenster sollten alle zwei Jahre mit einer umweltfreundlichen Dickschicht-Lasur neu gestrichen werden. Bauteile, die sich auch etwas verziehen dürfen, sollten sogar jedes Jahr mit einer hochwertigen Dünnschicht-Lasur behandelt werden. Wenn nicht so oft gestrichen werden soll, sei eine Behandlung mit Lack zu empfehlen.

Holzlasuren sollen das Holz schützen. «Der Schutz der Verbraucher scheint für die Produzenten aber ein Fremdwort zu sein», kritisiert die Zeitschrift «Öko-Test». Die Verbraucher würden unzureichend informiert und den vielfältigsten Schadstoffen ausgesetzt. Emissionsarm und gesundheitlich weniger riskant seien wasserbasierte Holzlasuren, die in den Baumärkten erhältlich sind. Diese Produkte auf der Basis von Wasser seien «weitgehend empfehlenswert», urteilt «Öko-Test». Lösemittelbasierte Lasuren hätten allerdings den Vorteil, dass sie gut in das Holz eindringen und so besser vor Feuchtigkeit schützen.

Neben Lasuren und Lacken werden auch Holzschutzmittel angeboten. «Diese enthalten Biozide etwa gegen Insekten, Pilze oder Bläue», erläutert Hans Ulrich-Raithel vom Umweltinstitut in München. Biozidprodukte seien Wirkstoffe und Zubereitungen, die auf chemischem oder biologischem Wege pflanzliche und tierische Organismen töten. Durch chemische «Vergiftung» sollen Baumaterialien vor Schäden bewahrt werden. Da Biozide nicht nur auf die Zielorganismen einwirken, empfiehlt das Umweltinstitut, möglichst auf Holzschutzmittel zu verzichten. Deren Wirkung sei ohnehin befristet. «Holzschutzmittel schützen Hölzer, die der Feuchtigkeit ausgesetzt sind, nicht auf Dauer vor dem Verfall», erklärt Lars Langhans vom Holzabsatzfonds in Bonn.

Aus allgemeinen Produktbezeichnungen wie Grundierung, Lasur, Lack, Öl oder Wachs könnten Verbraucher jedoch nicht zuverlässig schließen, ob es sich um ein Holzschutzmittel oder ein schadstoffarmes Anstrichmittel handelt, warnt das Verbraucherministerium in Berlin im Verbraucherleitfaden «Holzschutzmittel». Auch zusätzliche Herstellerangaben auf den Gebinden oder beiliegende Produktbeschreibungen erlaubten meist kein klares Urteil. Verbraucher sollten deshalb auf das Umweltzeichen «Blauer Engel» achten. Diese freiwillige Kennzeichnung sei ein sicheres Merkmal für Anstrichmittel ohne biozide Wirkstoffe.

Wer auf Holzschutzmittel verzichten will, kann sein Holz auch durch geschicktes Bauen vor Fäule schützen. So ließe sich zum Beispiel durch Dachüberstände bei Gebäuden, Abschrägungen oder Pfostenschuhe verhindern, dass das Holz ständig feucht ist, erklärt Langhans. Er empfiehlt außerdem, auf robuste Holzarten zu setzen: Kernholz von natürlich dauerhaften Hölzern wie zum Beispiel Robinie oder Eiche. Teure Zaunpfosten brauchen Schuhe oder Träger Wer einen Zaunpfosten einfach nur in die Erde rammt, muss damit rechnen, dass er nach absehbarer Zeit fault und kippt. Diese Gefahr bestehe selbst dann, wenn er imprägniert war, warnt der Ratgeber «Bauen, Wohnen und Renovieren» der Zeitschrift «Öko-Test». Hochwertige Pfosten sollten deshalb auf Träger gesetzt werden. Durch diese Metallwinkel in U- oder in H-Form bekomme das Holz genügend Belüftung von unten. Beide Varianten würden in ein frisch gegossenes Betonfundament gesetzt. Daneben gebe es auch quadratische Eisenschuhe, in die der Pfosten eingepasst wird. Sie können mit Dübeln auf Fundamente oder Steinplatten geschraubt werden. Außerdem lassen sich die Eisenschuhe, verlängert mit einem metallenen Erdspieß, in den Boden rammen. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom


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