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Holzwände und Hecken schützen vor Blicken

Köln Mancher Sonnenanbeter möchte sich im eigenen Garten hüllenlos bräunen können - und das ohne ungebetene Zuschauer.

Aber auch beim Grillen und Weintrinken schätzen es viele Gartenbesitzer nicht, der Nachbarschaft allzu freien Einblick zu gewähren.

Besonders wichtig ist Sichtschutz auf kleinen Grundstücken mit wenig Grenzabstand. Hier fördert es das gute nachbarschaftliche Verhältnis, wenn jeder sein eigenes privates Refugium hat.

Wer über ein wenig handwerkliches oder gärtnerisches Geschick verfügt, kann Neugierigen auf verschiedene Weise den Blick versperren. «Bei diesen Abschirmmaßnahmen müssen allerdings Vorgaben, in welcher Form Sichtschutz im Garten erlaubt ist, beachtet werden», warnt Michael Pommer von der Do-it-Yourself-Academy (DIY-Academy) in Köln. Meist regele dies das am jeweiligen Ort geltende Nachbarschaftsrecht. Um Streit vorzubeugen, sollten die Sichtschutzmaßnahmen zuvor mit den Nachbarn abgesprochen werden.

Günstig und schnell aufgestellt sind Sichtschutzwände aus Holz, die es in Baumärkten und Gartencentern fertig zu kaufen gibt. «Diese Wände lassen sich rasch und relativ leicht installieren», sagt Pommer. Billigelemente gebe es schon ab 20 Euro für eine zwei mal zwei Meter große Wand. Damit der preiswerte Sichtschutz nicht vorschnell verrottet, müsse er jährlich mit einer Dünnschichtlasur gestrichen werden. Bei qualitativ hochwertigen Elementen schützen abgerundete Abschlusskanten das Holz. Von ihnen kann das Wasser abfließen. Sie können allerdings 200 Euro und mehr kosten.

Flechtwände aus Holz werden zwischen eckigen Pfosten mit Befestigungswinkeln verschraubt. «Damit die Pfosten nicht durch ständigen Kontakt mit der Erde abfaulen, sollten sie mit Pfostenankern oder -Schuhen in einem aus Beton gegossenen Punktfundament befestigt werden», erklärt Pommer. Beim Setzen der Zaunpfosten müsse der Heimwerker exakt auf den jeweiligen Abstand achten, damit fertige Rahmenelemente noch dazwischen passen.

«Grüner Sichtschutz kann durch eine klassische Hecke aus immergrüner Eibe oder Buche gepflanzt werden», sagt Helmuth Schwarz von Bund deutscher Baumschulen im schleswig-holsteinischen Pinneberg. Eine solche Hecke, die durch regelmäßigen Schnitt erzogen und in Form gehalten wird, biete verlässlichen, natürlichen Schutz. Um ausreichend Halt zu finden, brauche sie aber Platz. Soll eine Hecke zum Beispiel als Trennwand zwischen Reihenhausterrassen dienen, müsse ihr ein 40 Zentimeter breiter Pflanzstreifen zugestanden werden.

Eine Hecke muss aber nicht immer in den Erdboden eingepflanzt werden. «Angeboten werden auch vorgezogene Heckenelemente in langgezogenen Containern, ähnlich wie Blumenkästen», erklärt Schwarz. Die Elemente lassen sich immer neu gruppieren. Diese Hecken benötigen aber mehr Pflege. Sie müssen gedüngt und bei Hitze regelmäßig gewässert werden.

Nicht überall sind Hecken als Sichtschutz erlaubt. «Als Alternative zu gegebenenfalls genehmigungspflichtigen Büschen, Hecken und Bäumen kann grenznah Bambus als Sichtschutz gepflanzt werden», sagt August Forster vom Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau im nordrhein-westfälischen Bad Honnef. Denn Bambus zähle botanisch zu den Gräsern und unterliege somit keiner Beschränkung.

«Beim Kauf von Bambus sollte der Gartenbesitzer sich erkundigen, ob die ausgewählte Sorte horst- und hainbildend ist», warnt Pommer. Denn ein hainbildender Bambus habe ein enormes Ausbreitungsbedürfnis. Die Rhizome, die Ausbreitungsorgane des Bambus, können unter der Erde leicht einige Meter weit reichen, um dann an völlig unerwarteter Stelle einen Halm aus dem Boden sprießen zu lassen. Horstiger Bambus dagegen sei unkritisch, was die Ausbreitung anbelangt.

Um zu verhindern, dass der Bambus sich unkontrolliert ausbreitet, sollte der Gartenbesitzer die Pflanzstelle mit einer Rhizomsperre einfassen. Diese gibt es laut Pommer fertig zu kaufen. Als Sperre könne aber auch ein Kübel dienen, aus dem der Boden herausgeschnitten wurde. Auf diese Weise können Triebe des Bambus nicht beim Nachbarn auftauchen - und so die positive Wirkung des Sichtschutzes auf das nachbarschaftliche Verhältnisse gleich wieder zunichtemachen. Einbrechern keinen Sichtschutz bieten Hecken und Sträucher sollten Türen oder Fenster nicht verbergen. Denn damit schützten sie auch Einbrecher vor neugierigen Blicken und erhöhten damit die Einbruchsgefahr, warnt die Initiative «Nicht bei mir» aus Berlin. Bäume, Sträucher und Ranken könnten zudem Zugang zu Fenstern in höheren Stockwerken ermöglichen. Um Einbrechern nicht die Arbeit zu erleichtern, sollten in Ecken, die durch Sichtschutzzäune oder Hecken schlecht einsehbar sind, die Sicherheitsmaßnahmen am Haus selbst optimiert werden. Von Stephanie Hoenig, dpa

dpa-infocom



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