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Experte sieht mangelnde Betreuung an Hochschulen

Jena Nach der Umstellung der Hochschulabschlüsse auf Bachelor und Master sehen Experten einen großen Nachholbedarf bei der Betreuung von Studenten und Doktoranden.

Dafür müsse einfach mehr Geld zur Verfügung gestellt werden, forderte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Amerikastudien Peter Schneck. Eine bessere Betreuung etwa mittels Mentorenprogrammen sei wegen der hohen Lernanforderungen dringend notwendig. Am Nachmittag wird in Jena die Jahrestagung des Amerikanisten-Verbandes eröffnet. Dazu werden bis Sonntag etwa 200 Experten erwartet. Thema ist das Bildungs- und Hochschulsystem der USA und was Deutschland davon lernen kann.

Trotz Bachelor und Master, Elite-Unis , Studiengebühren und Exzellenzinitiative will Schneck nicht von einer Amerikanisierung des deutschen Hochschulsystems sprechen. «Ich sehe diese Amerikanisierung in einigen Teilen, aber was da entsteht, ist kein amerikanisches System. Dafür sind hier die Bedingungen gar nicht gegeben.» Dabei verwies er etwa auf das dicke Finanzpolster amerikanischer Elite- Universitäten wie Harvard oder Yale. «Die Unterschiede zwischen Elite- Universitäten in den USA und Deutschland sind immens.»

«Es gibt eine Ökonomisierung von Bildung, die sich dann so anfühlt wie das amerikanische System», sagte Schneck, der an der Universität Osnabrück lehrt. So werde inzwischen viel stärker nach dem Nutzwert von Bildung gefragt. «Die Bildungsdebatte wird immer stärker von einer Verwertungsdiskussion dominiert: Bildung muss sich lohnen und im Wettbewerb bestehen.» Bildung als Recht rücke dabei in den Hintergrund. Auch die Diskussion über Studiengebühren mache das deutlich.

Schneck warnte davor , das Hochschulsystem der USA hauptsächlich auf die Elite-Universitäten zu reduzieren. Vielmehr werde auch an Hochschulen in der Fläche viel Gutes geleistet. Doch könne der Elite-Wettbewerb in Deutschland durchaus zu Verzerrungen führen, da vielen kleineren Universitäten dadurch ein Nachteil im Kampf um die besten Wissenschaftler und Studenten entstehe.

Programm der Tagung: www.dgfa.de/tagungen/tagungen.html

dpa-infocom



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