pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Computer     » News   » Spiele & Soft    » Surftipps    » PC-Tipps    » Multimedia

Internet in der Hosentasche: Zweites Android-Handy kommt

Hamburg/Mountain View (dpa) ­ Ein Roboter verkörpert Googles Hoffnungen auf das nächste große Ding: Unter dem Namen Android entwickelt der Konzern ein Betriebssystem für Handys, um sein Werbegeschäft auf das Internet in der Hosentasche auszuweiten.

Doch beim Deutschland-Start im Februar stotterte der Motor nach: Als das erste Gerät G1 auf den Markt kam, war die Software unausgereift. Nun erscheint mit dem HTC Magic das zweite Android-Handy ­ oder, geht es nach Google, das erste richtige.

In den USA ist das das erste Android-Handy G1 ein Erfolg, dank massiver Werbung und vieler Google-Enthusiasten im Land. Allein vom Start im Herbst 2008 bis Jahresende wurde mehr als eine Million Geräte verkauft. Dennoch sieht Chefentwickler Andy Rubin Schwächen: Als das Gerät auf den Markt kam, sei das Betriebssystem noch nicht ausgereift gewesen: «Das war noch eine Version 0.8.» Erst jetzt habe man die vollwertige Version 1.0 erreicht, sagt der Informatiker, der die Entwickler-Allianz aus Gerätebauern, Softwareschmieden und Netzbetreibern leitet. Glaubt man Rubin, ist das HTC Magic also das erste richtige Google-Handy.

Wer das Vorbild geliefert hat, wird schnell deutlich: Wie Apples iPhone kommt das HTC Magic flach, glänzend und mit Touchscreen daher. Apple hat das mobile Internet komfortabel und halbwegs bezahlbar gemacht ­ der Erfolg weckte in Mountain View Begehrlichkeiten. Google verfolgt allerdings einen andere Ansatz als der Rivale. «Ein Internet-Unternehmen wie Google kann nicht alleine ein Handy auf den Markt bringen und setzt daher auf Partnerschaften», sagt Christian Seider, der in der Beratungssparte von IBM für Mobilfunkthemen verantwortlich ist. Google hat eine Dreier-Allianz geschmiedet.

Wie beim G1 liefert HTC die Hardware. «Jeans statt Nadelstreifen», lautet das Motto - der für Business-Handys bekannte Hersteller aus Taiwan nimmt mit den Android-Geräten verstärkt normale Nutzer in den Blick. Ein Handschmeichler mit «sexy Kurven» sei das Magic, warb der für Deutschland zuständige Manager Lars-Christian Weisswange. Es ziele «auf 20 bis 45 Jahre junge mobile Trendsetter, die auch unterwegs immer mit dem Internet verbunden sein wollen».

Das Magic ist voll auf Vernetzung getrimmt: Online geht das Gerät mit dem Datenturbo HSDPA, der auf der dritten Mobilfunkgeneration UMTS basiert. Zudem ist ein WLAN-Anschluss enthalten. Kompass und GPS-Empfänger bestimmen die Position und ermöglichen geobasierte Dienste ­ etwa eine Umkreissuche für Hotels oder Restaurants. Mit Programmen aus dem Android Market zeigt das Magic erst richtig seinen Zauber: Da gibt es Barcode-Scanner, die den Nährstoffgehalt von Lebensmitteln anzeigen, Internet-Radios, Reiseführer oder Spiele. Ein Programm zum Telefonieren ist übrigens auch installiert.

Die exklusive Vermarktung übernimmt in Deutschland Vodafone. Die britischen Mobilfunker hatten sowohl beim iPhone von Apple als auch beim ersten Android-Handy G1 das Nachsehen - in beiden Fällen bekam Rivale T-Mobile den Zuschlag für den hiesigen Markt. Daher war der Druck hoch, endlich ein Lifestyle-Gerät fürs mobile Internet anzubieten. Denn das Geschäft mit Telefonaten und SMS ist unter Druck. «Datendienste durch die Internetnutzung gehen steil nach oben», sagt Vodafone-Manager Glaeser.

Die Preise und Tarife zeigen, dass Vodafone eher das erste Android-Handy als das iPhone als Konkurrenten sieht. Ein Zweijahresvertrag ist wie beim G1 ab 25 Euro im Monat zu haben ­ das sei ein Angebot für Wenignutzer, heißt es. Das Gerät kostet dann rund 60 Euro. Weitere Tarifpakete gibt es drei Abstufungen bis hin zum Rundum-Sorglos-Paket für stolze 120 Euro im Monat, das Flatrates für Telefonate in alle deutschen Netze sowie für die E-Mail- und Internetnutzung beinhaltet.

Das HTC Magic ist laut Andy Rubin das erste ausgereifte Android-Handy - aber bei weitem nicht das letzte. Noch in diesem Jahr kämen mehrere «signifikante Geräte» auf den Markt, kündigte Google-Chef Eric Schmidt in der vergangenen Woche an. Der grüne Roboter kommt allmählich in Schwung.

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon
Energiesparen