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Tipps für den Keyboard-Kauf

Köln Ob bei Pink Floyd oder Tricky, bei Daft Punk oder den Nine Inch Nails - das Keyboard spielt in vielen Bands eine tragende Rolle.

Wer mitspielen will, muss erstmal kräftig üben, und das geht am besten mit einem eigenen Instrument.

Experten raten Einsteigern, beim Kauf eines Keyboards auf Tonumfang, Anschlagsdynamik und eine solide Tastatur zu achten. «Wichtig sind mindestens fünf Oktaven», sagt Nikolai Kaeßmann, Redakteur beim Magazin «Keyboards». «Mit weniger sollte man nicht anfangen, wenn man wie üblich mit der linken Hand Akkorde greifen und mit der rechten die Melodie spielen möchte.»

Die Tastaturen billiger Keyboards fühlen sich mitunter so hakelig an, dass es kaum möglich ist, darauf vernünftig zu spielen - von so einem Instrument rät der Fachmann ab: «Die Tastatur sollte sich griffig anfühlen und trotzdem leicht zu spielen sein.»

Für 300 bis 400 Euro sei ein neues Instrument zu haben, das für Einsteiger geeignet ist, so Frank Rohe, Berater für das Fach Keyboard beim Bund deutscher Musikschulen in Bonn. Von gebrauchten Keyboards rät er ab. «Die verlieren schnell an Wert, der Kauf ist Glückssache.»

Interessenten muss nach Kaeßmanns Worten aber klar sein, dass sie für 300 Euro keine «Waterfall»-Tastatur bekommen, auf der sich «coole Hammond-Licks» spielen lassen. Die Tastaturen, die zum Beispiel bei klassischen Hammondorgeln verbaut wurden, haben abgerundete Kanten. Dadurch können die Spieler ihre Finger sehr schnell darübergleiten lassen, ohne hängenzubleiben. Diese Tastaturen sind bei einigen Musikern sehr beliebt, doch die entsprechenden Instrumente haben meistens auch ihren Preis.

Beim Klang des Instruments kommt es auf den persönlichen Geschmack an. «Wer deutschen Schlager mag, will vielleicht eine tolle Trompete, andere interessiert das überhaupt nicht.» Jeder Hersteller habe seine eigene Klangphilosophie - «am besten anhören und beraten lassen».

Ebenfalls wichtig sind ein Ständer für das Keyboard und ein Stuhl, der nicht wackelt. Kaeßmann rät außerdem zu einem guten Netzteil - andernfalls könne es passieren, dass das Gerät brummt. «Bei teureren Keyboards gehört das Netzteil zum Lieferumfang, bei günstigen nicht immer.» Oft gebe es aber gute Angebote für Einsteiger, bei denen Ständer und Netzteil im Preis inbegriffen sind. «Da sollte man dann darauf achten, dass man ein vernünftiges dazubekommt.»

Wer sich ein Instrument für den Unterricht kaufen will, spricht sich am besten mit seinem zukünftigen Lehrer ab, rät Frank Rohe. Es sei sinnvoll, Klavier- und Keyboardunterricht zu kombinieren. Denn dadurch würden beide Hände gleichermaßen trainiert. Beim reinen Keyboardunterricht stehe dagegen die rechte Hand oft im Vordergrund, während die linke vernachlässigt werde.

«Wer Ambitionen hat, Keyboard- mit Klavierspiel zu mischen, dem rate ich zu einer Mischung aus Digitalklavier und Keyboard», sagt Rohe. Solche Geräte vereinigen dem Experten zufolge einen dem Klavier nachempfundenen Anschlag mit den technischen Vorteilen des Keyboards, haben also etwa verschiedene Sounds. «Finger weg von billigen Geräten ohne Anschlagsdynamik», warnt Rohe, «die klingen fürchterlich.»

Laut Georg Schwarz, Servicetechniker für Musikelektronik aus dem hessischen Dietzenbach, sind heute allerdings fast alle neuen Geräte anschlagsdynamisch. Das heißt, wenn man sachte auf eine Taste drückt, ist der Ton leise, schlägt man fester an, wird der Ton laut. «Nur bei ganz billigen oder bei älteren, gebrauchten Geräten kann es sein, dass sie keine Velocity - also Anschlagsdynamik - haben.»

Ein Anschluss für ein Pedal kommt dem Klang ebenfalls zugute. «Mit dem Pedal werden die Töne auch gehalten, nachdem man die Taste losgelassen hat - das kennt man vom Klavier», erklärt Schwarz. Zur Ausstattung gehören oft auch ein oder zwei Räder, meistens links von der Tastatur. «Eines dient zum Transponieren, also zum Ändern der Tonhöhe. Das andere kann man frei mit einer beliebigen Funktion belegen.»

Neuere Keyboards haben oft einen USB-Anschluss, so dass sie sich mit dem Rechner verbinden und als Eingabegerät für virtuelle Klangerzeuger nutzen lassen. «Die Luxusversion ist der Sampler», sagt Georg Schwarz. «Der ist zwar teuer und umständlicher in der Bedienung, bringt aber unter anderem auch Pianosounds, die kaum von einem echten Klavier zu unterscheiden sind.» Von Juliane Mroz, dpa

dpa-infocom


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