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«iPhone 3G S»: Apple stellt schnelleres iPhone vor

San Francisco Ein schnelleres iPhone, schnellere Laptops und ein schnelleres Betriebssystem: Apple hat auf seiner Entwicklerkonferenz WWDC (8. Juni) ein hohes Tempo vorgelegt, um die herannahende Konkurrenz wieder auf Abstand zu bringen.

Am Ende des über zwei Stunden dauernden Ankündigungs-Feuerwerks spielte es auch keine Rolle mehr, dass der im vergangenen Jahr schwer erkrankte Apple-Mitbegründer Steve Jobs zum Ende seiner Erholungsphase nicht auf der Bühne in San Francisco erschienen war. «Manche werden ihn vermisst haben», sagte Analyst Michael Gartenberg. «Aber Apple hat spätestens heute bewiesen, dass man Jobs für eine große Show nicht unbedingt benötigt.»

Das neue iPhone 3G S («Speed») kann nicht nur viele Aufgaben doppelt so schnell erledigen wie das Vorgängermodell, sondern funkt künftig mit doppelter UMTS-Geschwindigkeit (HSDPA). In der dritten Version, die in Deutschland am 19. Juni auf den Markt kommt, erhält das Apple-Handy zunächst einmal überfällige Funktionen wie eine Zwischenablage zum Kopieren von Inhalten («Copy & Paste») und MMS zum Versenden von Fotos - Features, die Geräte der Konkurrenz längst haben. Auch die Erweiterung des iPhone zum vollwertigen Navigationssystem durch Lösungen von TomTom und anderen oder die neue Videoaufzeichnungsoption hat man bei Wettbewerbern schon früher gesehen.

Das neue Apple-Smartphone wartet aber auch mit Innovationen auf, die man bei der Konkurrenz bislang vergeblich sucht. Dazu gehört zum Beispiel eine ausgeklügelte Sprachsteuerung («Voice Control»), mit der sich das Telefon sowie der eingebaute Musikplayer bedienen lassen. Neuartig ist auch die Funktion «Find my iPhone» (Spüre mein iPhone auf): Damit kann man über den Apple-Online-Service «MobileMe» sein irgendwo in der Ferne zurückgelassenes Smartphone auf einer Karte lokalisieren. Hat man das iPhone im Haus verlegt, kann man über das Internet das Gerät zum lauten Piepen veranlassen, selbst wenn sich das Handy eigentlich im Lautlos-Modus befindet.

Mit einer verbesserten Kamera kann das iPhone 3G S nun auch Videos aufzuzeichnen. Die Filme können im iPhone geschnitten und auf Onlinedienste wie YouTube oder MobileMe hochgeladen oder per MMS oder E-Mail versendet werden.

Das iPhone 3G S wird in den USA für 199 Dollar (16 Gigabyte Speicher) und 299 Dollar (32 GB) in Verbindung mit einem neuen Zweijahresvertrag bei AT&T angeboten. Die Vorgängerversion, das iPhone 3G, lässt Apple im Markt und senkt den Preis auf 99 Dollar. Die Preise von T-Mobile in Deutschland sollen in der kommenden Woche verkündet werden.

Als Plattform für die Software-Entwicklung hat das iPhone für Apple inzwischen wohl eine größere Bedeutung als das Betriebssystem OS X für die Macintosh-Rechner. Über 40 Millionen Geräte mit dem iPhone-Betriebssystem (iPhone plus iPod touch) hat Apple verkauft. Mehr als 50 000 «Apps» genannte Anwendungen für das iPhone werden via iTunes angeboten.

Aber nicht nur bei den Smartphones gibt Apple Gas, sondern auch bei seinen Computern: Im September soll das neue Macintosh-Betriebssystem «Snow Leopard» auf den Markt kommen - einen Monat vor dem Marktstart des neuen «Windows 7» von Microsoft. «Mit den 29 Dollar, die Apple für das Upgrade verlangt, sieht die Preistabelle von Microsoft für die Aufrüstung auf Windows 7 nun sehr merkwürdig aus», sagte Analyst Gartenberg. Der Softwaregigant will bis zu 99 Dollar für ein Upgrade auf Windows 7.

Mit der Vorstellung von schnelleren und preiswerteren Notebooks rundete Marketing-Chef Phil Schiller die Offensive von Apple auf der WWDC ab. So ist das dünne MacBook Air künftig ab 1400 Euro statt 1700 Euro zu haben. Apple reagiert damit auch auf eine TV-Werbekampagne von Microsoft, in der die vergleichsweise hohen Preise für Apple-Notebooks zum Thema gemacht wurden.

Apples iPhone und seine Verfolger Von Christoph Dernbach, dpa

dpa-infocom


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