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Was Blüten im Hochzeitsstrauß erzählen

Bonn Blüten, Früchte, Blätter, Ranken: Eigentlich ist heute alles möglich, wenn es um den Brautstrauß geht.

Aber wer genauer hinblickt, erkennt doch: Blumen, die Liebe, Treue, Schönheit und Reinheit symbolisieren, stehen nach wie vor ganz vorne.

Sie dominieren auch Ansteckblumen, Tischschmuck und Dekoration rund um die Trauung.

Blume Nummer eins ist - wie könnte es anders sein - die Rose. Seit alters her gilt sie als Zeichen der Liebe und wurde als Attribut den Liebesgöttinnen Aphrodite und Venus zugeordnet. Aber längst nicht immer wird die rote Rose gewählt. Schließlich symbolisiert sie nicht nur Liebe, sondern auch Leidenschaft und Begierde. Früher war die rote Rose aus diesem Grund für Bräute tabu. Sie schmückten sich mit weißen Rosen als Zeichen der Unschuld und Reinheit. Heute sind es oft weiße Rosen mit einem Hauch von Rot oder pastell- und rosafarbene Exemplare. Zum Biedermeierstrauß oder in Herzform gebunden, unterstreichen sie Anmut und Weiblichkeit ihrer Trägerinnen.

Als Rose ohne Dornen und als Blume der weiblichen Schönheit übernimmt die Pfingstrose eine ganz ähnliche Rolle. Elegant wirken ihre seidig glänzenden Blütenblätter. Auch sie spielt mit ihren Sorten alle Nuancen zwischen Rot, Rosa oder Cremeweiß durch. Aber wer sich für sie entscheidet, sollte erst einmal an ihnen schnuppern, denn viele von ihnen begleitet ein Duft, der manchmal angenehm, manchmal betäubend süß und manchmal sogar unangenehm sein kann.

Jungfräulichkeit und Keuschheit, Schönheit und edle Gesinnung strahlt die weiße Lilie aus. Damit hat auch sie ihren Platz im Hochzeitsschmuck. Meist sind es Lilien, die außen rot oder rosa überlaufen sind, denn die weiße Lilie gilt vielen Menschen als Symbol des Todes. Mit ihren kräftigen Stängeln lassen sich Lilien gut zum straff gebundenen Zepter verarbeiten, das die Braut in der Hand trägt. Damit es keine Flecken gibt, müssen die Staubgefäße sorgfältig entfernt werden.

Orchideen werden aufgrund ihrer Eleganz und Exotik für den Brautstrauß gewählt. Zum «Wasserfall» gebunden oder in Tropfenform von der Hand der Braut herabfließend, wirken sie kostbar und modern. Dabei ist auch ihre Symbolsprache uralt. Schon Griechen und Germanen staunten über die unzählige Nachkommenschaft, die Orchideen in die Welt setzen. Das machte die Orchideen zu Symbolen der Fruchtbarkeit.

Als Blume der Bräute schlechthin galt in früheren Zeiten die Myrte. Unschuld zeigt ihr makelloses Weiß. Von Hoffnung, Jugend und Geborgenheit spricht das frische Grün ihrer Blättchen. Wohlbehagen verbreitet der aromatische Duft, der den Öldrüsen von Blättern und Blüten entströmt. Perfekt passte dieser Dreiklang zur Schönheit der jungen Braut. Sie war daher auch bestrebt, ihr Sträußchen als Zeichen dauerhaften Glücks aufzubewahren. Daher grünte früher in vielen Haushalten ein Myrtensträuchlein, das den Zweigen des Brautstraußes entstammte. Heute sind Myrten als Brautschmuck jedoch ein wenig in Vergessenheit geraten.

Dem Veilchen war ein ähnliches Schicksal beschieden. Im Brautstrauß findet es kaum noch Verwendung. Dagegen sind Vergissmeinnicht und Maiglöckchen als Beiwerk durchaus gebräuchlich. Ihre Symbolsprache wird noch immer verstanden: Die des blauen Blümchens, das mahnt, den angetrauten Partner niemals zu vergessen, und die des Maiglöckchen, das mit süß duftenden, weißen Glöckchen Glück, Liebe und das Ende allen Kummers verspricht.

Ein wichtiger Bestandteil jeden Brautschmucks ist immergrünes Laub, nicht nur weil es die Blütenfarben erst richtig zum Leuchten bringt. Die immergrünen Blätter stehen auch für unwandelbare Treue, die selbst in harten Zeiten nicht wankt. Rosmarin spielte ursprünglich diese Rolle und vertrieb gleichzeitig mit seinem aromatischen Duft die bösen Geister, die - wie man glaubte - das Glück der Brautleute zu stören suchten.

Heute wird eher Efeu in den Hochzeitsschmuck eingebunden als Zeichen des unauflöslichen Zusammenhalts zwischen den künftigen Ehepartnern. Aber auch der elegante Buchsbaum ist gefragt. Er erzählt von treuer Liebe über den Tod hinaus. Außerdem sollen Amors Pfeile, die das Paar erst auf den Weg zum Traualtar gebracht haben, aus seinem Holz geschnitzt sein. Anforderungen an einen Brautstrauß - Der Brautstrauß sollte bequem in der Hand oder im Arm liegen, seine Trägerin nicht belasten und sich ablegen lassen, ohne Schaden zu nehmen.

- Er sollte keine Flecken verursachen, weder durch Wasser noch durch Blütenstaub oder Blütenfarbe.

- Er muss den ganzen Tag problemlos halten, auch wenn er nicht oder nicht immer ins Wasser gestellt werden kann.

Weiße Rosen zählen zu den Klassikern im Brautstrauß - bei Lilien müssen zum Schutz vor Flecken unbedingt die Staubgefäße entfernt werden. (Bild: Schierenbeck/dpa/tmn)Von Helga Panten, dpa

dpa-infocom



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