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Einwandernde verdrängen heimische Pflanzen

Bonn Experten erwarten einen zunehmenden Verdrängungskampf zwischen exotischen Einwanderern und heimischen Pflanzen wegen des Klimawandels.

Durch das größer werdende Temperaturspektrum könnten sich mehr fremde Arten ansiedeln.

Dies teilte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) in Bonn zum Tag der biologischen Vielfalt mit. Einige dieser Pflanzen können erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen, bergen Gesundheitsgefahren oder bedrohen durch ihre starke Ausbreitung die heimische Artenvielfalt, erklärte die BfN-Präsidentin Beate Jessel.

Von den 2000 bekannten nach Deutschland eingeführten oder eingeschleppten Pflanzenarten sind nach Angaben des Bundesamtes 30 für den Naturschutz problematisch. Weltweit gehörten die sogenannten Neobiota zu den Hauptursachen für den Artenrückgang. «Wenige sehr erfolgreiche Arten werden immer zahlreicher und verdrängen empfindliche Arten, die nur an wenigen Orten der Welt vorkommen», berichtete Jessel.

Ein prominentes Beispiel sei der Staudenknöterich, der bewusst als Gartenpflanze eingeführt worden ist. Die Pflanze könne sich über winzige Wurzelstückchen ausbreiten und gelange häufig über Gartenabfälle in die Natur. Gerade in naturnahen Ökosystemen wie Auenlandschaften richte sie großen Schaden an, indem sie alle Pflanzen überwuchere. Weniger offensichtlich und nur mit Labormethoden nachweisbar seien Kreuzungen einheimischer mit einwandernden Arten. Sie seien gefährlich, weil dabei neue Arten entstehen können, die sich besonders aggressiv ausbreiten.

Neue Arten kommen vor allem über den weltweiten Handel, Verkehr und Tourismus nach Deutschland: Als blinde Passagiere an Schiffsrümpfen oder in Holzpaletten, meist aber gezielt als neue Gartenpflanzen oder Forstbäume.

dpa-infocom


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