pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Gesundheit       » News       » Wellness

Verdacht auf Behandlungsfehler: Arzt zur Rede stellen

Kiel/Berlin Auch Ärzte machen manchmal Fehler - im schlimmsten Fall hat das schwere Folgen für die Patienten.

Hat ein Patient den Verdacht, dass sein Arzt ihn falsch behandelt hat, sollte er zunächst den Mediziner «in sachlicher Form» darauf ansprechen.

Das rät der Fachanwalt für Medizinrecht Paul Harneit aus Kiel. So erhalte der betreffende Arzt eine Gelegenheit, seine Sicht der Dinge zu erklären. «Das, was er erzählt, kann ich dann mit einem anderen mir bekannten Arzt diskutieren.»

Erhärtet sich dabei der Verdacht auf einen Behandlungsfehler, sollten Beweise gesichert werden. «Jeder Patient hat das Recht, die Behandlungsdokumentation einzusehen und sich eine Kopie aushändigen zu lassen», erläutert Harneit, der geschäftsführendes Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht im Deutschen Anwaltverein in Berlin ist. Dazu gehören die Notizen des Arztes über die Diagnose, die Behandlung und die verordneten Medikamente, Laborbefunde und Röntgenbilder. Weigert sich der Arzt, helfe es meist schon, sich bei der zuständigen Ärztekammer zu beschweren. «Es gibt aber auch Fälle, in denen geklagt werden muss.»

Denn trotz aller Bemühungen um mehr Sicherheit in der Medizin haben Gutachter im vergangenen Jahr wieder bei 2090 Patienten ärztliche Behandlungsfehler festgestellt. Im Jahr davor waren es 2095. In 1695 (1717) Fällen folgten teils dauerhafte Schäden und Anspruch auf Schadenersatz, berichtete die Bundesärztekammer am Donnerstag (11. Juni) in Berlin.

Um als Patient seine Ansprüche gegen einen Arzt geltend zu machen, ist es dem Fachanwalt zufolge am einfachsten, eine Schlichtungsstelle der Ärztekammern anzurufen. Diese befrage dann den betroffenen Mediziner und lasse einen Sachverständigen ein Gutachten erstellen. Dann nehme sie Stellung, wie der Sachverhalt aus rechtlicher und medizinischer Sicht zu bewerten ist. Ist von einem Behandlungsfehler auszugehen, stehe in der Regel der Haftpflichtversicherer des Arztes dafür ein, sagt Harneit. Hilft das alles nichts, bleibt nur noch, die Sache vor Gericht klären zu lassen.

Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht: www.arge-medizinrecht.de

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Regioticker
Eventkalender
rz lexikon
Energiesparen