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Stürmer Zidan: Von der BVB-Bank auf die Weltbühne?

Johannesburg Vom Teilzeitarbeiter zum Stürmerstar auf der Weltbühne des Fußballs? Bei Borussia Dortmund ist Mohamed Zidan immer noch nicht richtig angekommen, doch beim Confederations Cup in Südafrika kann der 27 Jahre alte Ägypter nun auf sich aufmerksam machen.

«Ich weiß, dass ich ein wichtiger Spieler in unserer Nationalmannschaft bin. Die Konkurrenz ist allerdings enorm groß, und natürlich entscheidet letztlich nur die Leistung. Aber die bringe ich beim BVB, auch wenn ich nicht immer in der Anfangsformation stehe», sagte Zidan vor dem Auftaktspiel in Bloemfontein gegen den fünfmaligen Weltmeister Brasilien.

Nach dem Ausfall von Angreifer Amr Zaki, dessen Vertrag beim englischen Premier-League-Club Wigan Athletic am Saisonende ausgelaufen ist, sind die Chancen des Bundesliga-Profis auf einen Einsatz weiter gestiegen. «Wir werden mit großem Engagement in den Wettbewerb gehen und wollen gute Leistungen bringen, so wie man es vom Afrika-Meister erwarten darf», sagte Zidan in einem dpa-Gespräch.

Werden die in der WM-Qualifikation nach der Niederlage in Algerien weit zurückgeworfenen Ägypter nur ein Spielball für die Gruppenfavoriten Brasilien und Italien? «Ganz bestimmt nicht. Wir kennen unsere Stärke, und sollte uns der eine oder andere unterschätzen, ist das ja nicht von Nachteil», sagte Zidan. «Natürlich versuche ich, meine Erfahrung einzubringen. Aber da bin ich nicht der einzige: Wir haben viele erfahrene Spieler in unserer Mannschaft.»

In seiner letzten Szene der diesjährigen Bundesliga-Saison saß der Ägypter nach der verspielten UEFA-Cup-Teilnahme der Borussia auf dem Rasen und sein Trainer Jürgen Klopp brüllte ihn an, er solle sich zur Dopingkontrolle aufmachen. Richtig groß rausgekommen ist der 1,73 Meter kleine Zidan in Dortmund ebenso wenig wie zuvor beim Hamburger SV oder bei Werder Bremen. Dabei hatte er einst unter Klopp in Mainz geglänzt. Dass der BVB den 22-maligen Nationalspieler im Tausch mit Mladen Petric vom HSV geholt hat, haben die Fans dem Verein nie verstanden - auch wenn der Ägypter mit seinem Tor zum 1:1 auf Schalke punktete. In 29 Spielen traf Zidan diese Runde siebenmal, allerdings spielte er selten vom Anpfiff an.

Als einer der wenigen in Europa spielenden Ägypter genießt er in seiner Heimat Starstatus. «Ich habe sehr enge Kontakte in meine Heimat, zu meiner Familie genau so wie zum ägyptischen Fußball. So oft es geht, bin ich auch in Ägypten, und ich erhalte hier in Deutschland auch regelmäßig Besuch aus der Heimat», sagte Zidan. Jetzt soll die Dienstreise nach Südafrika der nächste Schritt zum Glück sein. Von Ulrike John, dpa

dpa-infocom



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