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Vettel und Rosberg begehrte Kandidaten

Istanbul Senkrechtstarter Sebastian Vettel und Nico Rosberg stehen auf der Transferliste ganz oben.

Die beiden jungen Deutschen gelten als Top-Kandidaten für einen Wechsel zu einem Top-Team.

Grand-Prix-Boss Bernie Ecclestone befürwortet einen Wechsel Vettels von Red Bull zu Ferrari. McLaren-Mercedes hat erneut die Fühler nach Williams-Pilot Rosberg ausgestreckt. «Nico ist ein interessanter Fahrer», räumte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug ein.

Vettel weiß, dass er angesichts seines Potenzials und seiner glänzenden Perspektiven der neben Doppel-Champion Fernando Alonso am meisten Begehrte ist. «Ich gehe die Dinge Schritt für Schritt an und lasse mich nicht von Spekulationen beeinflussen», sagte der 21 Jahre alte Hesse im Interview der Deutschen Presse-Agentur dpa vor dem Großen Preis der Türkei ganz gelassen. «Mein Ziel ist es, im bestmöglichen Auto zu sitzen und Rennen zu gewinnen. Ich bin im Moment gut aufgehoben, dort wo ich bin.» Faktisch heizt Vettel damit die Wechsel-Gerüchte an. Zwar ist der Heppenheimer auch noch nächstes Jahr an Red Bull gebunden, aber wie jeder andere dürfte er eine Ausstiegsklausel im Vertrag stehen haben.

Allerdings hängt im Fall eines Wechsels zu den «Roten» alles von Kimi Räikkönen ab. Nur wenn der finnische Weltmeister von 2007 tatsächlich die Lust verliert und zum Saisonende vorzeitig aussteigt, wird bei Ferrari ein Cockpit frei. Vize-Weltmeister Felipe Massa will mindestens bis Ende 2011 bleiben. Neben Vettel gilt Alonso als Kandidat. Seit Jahren kursieren Spekulationen über einen Wechsel des Spaniers zur Scuderia. Dieser versicherte zwar, sein Renault-Team und er seien voll motiviert, «aber ich habe es auch satt, immer hinterherzuhecheln».

Bei Rosberg sieht es anders aus: Sein Vertrag mit Williams endet. Nachdem die Briten eher zurückfallen als vorwärtskommen, steht der 23 Jahre alte Wiesbadener anders als 2007 einem Wechsel offen gegenüber. «Ich schaue mich um», räumte er in Istanbul ein. «Ich würde gerne die Chance haben, einen Schritt nach vorne zu machen.» Er habe mehrere Optionen, es gebe «derzeit auch Gespräche mit Williams».

Vor zwei Jahren hatte der Sohn von Ex-Weltmeister Keke Rosberg das McLaren-Mercedes-Angebot, als Nachfolger des im Streit geschiedenen Alonso Teamkollege von Lewis Hamilton zu werden, noch abgelehnt. Wohl aus Angst, von dem Briten in den Schatten gedrängt zu werden. Nun muss Rosberg dieses Risiko eingehen, wenn er nicht weiterhin im Niemandsland dümpeln will. Hamilton setzte sich indirekt für seinen Kumpel ein, den er schon als Knirps aus gemeinsamen Kart-Zeiten kennt: «Ich wünsche mir einen netten Teamkollegen, der mich anstachelt.»

Rosberg ist nicht nur schnell, sondern auch sympathisch und smart, was ihm bei den Silberpfeil-Strategen zusätzliche Pluspunkte einbringt. Von daher spricht vieles dafür, dass das britisch- schwäbische Team seine Option auf Heikki Kovalainen verfallen lässt und lieber Rosberg holt. Von Elmar Dreher, dpa

dpa-infocom


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