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Hamilton im Museum: «Ich vermisse dieses Auto»

Stuttgart Als Lewis Hamilton sein Weltmeister-Auto auf den letzten Parkplatz ins Museum begleitete, wurde der Formel-1-Champion sentimental.

«Ich vermisse dieses Auto», bekannte der Brite, der in dieser Saison mit dem neuen Silberpfeil nur noch hinterherfährt.

Mit versonnenem Lächeln schaute der 24-Jährige zu, wie der MP4-23 des Vorjahres im Stuttgarter Mercedes-Benz-Museum seinen Platz zwischen den historischen Modellen des schwäbischen Autobauers fand. «Das ist ein ganz besonderer Rennwagen für mich», sagte Hamilton. Das Nachfolgemodell hingegen ist bislang nicht konkurrenzfähig und hat das Projekt Titelverteidigung frühzeitig unmöglich gemacht. «Es ist nicht einfach. Aber wir müssen aus unseren Fehler lernen», sagte der McLaren-Mercedes-Pilot.

Nach sieben von 17 Saisonrennen hat der Weltmeister lediglich neun Punkte eingefahren und liegt damit 51 Zähler hinter seinem Landsmann Jenson Button, der im ebenfalls von einem Mercedes-Motor angetriebenen Brawn-Boliden souverän dem WM-Triumph entgegensteuert. Von Schelte für seinen Arbeitgeber aber will Hamilton nichts wissen. «Wir gewinnen als Team und verlieren als Team», erklärte er. Trotz Platz 13 beim Großen Preis der Türkei habe er ein «positives Rennen» gehabt.

Doch die Erinnerung an die Erfolge des Vorjahres lassen Hamilton wehmütig werden. «Ich hätte als Junge nie gedacht, dass ich so etwas erreichen kann. Und jetzt bin ich Teil der Geschichte dieses Unternehmens», sagte der Champion, nachdem sein WM-Auto per Kran vom Foyer auf die obere Museumsebene gehievt worden war. «Lewis, für dich ist es eine große Ehre, dein Auto hierher bringen zu können», meinte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

Kurz darauf durfte Hamilton sogar im Ur-Silberpfeil von 1934 über die Teststrecke des Autokonzerns in Untertürkheim brausen. «Der Wagen hört sich unglaublich an. Ich kann mir kaum vorstellen, wie schwer es war, dieses Auto mit Renngeschwindigkeit zu fahren», verriet der Weltmeister nach einigen Proberunden im 354 PS starken W25.

Soviel Vergnügen Hamilton der Blick in die Historie bereitete, so unsicher ist für den Engländer und seine Formel-1-Kollegen weiterhin die Zukunft. Auch der Champion wollte nicht mehr ausschließen, wegen des Regelstreits im kommenden Jahr in einer «Piratenserie» zu starten. «Ich stehe bei meinem Team unter Vertrag und werde gehen, wohin sie gehen. So ist das eben. Das gilt für alle Fahrer», sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die Piloten hatten am Rande des Großen Preises der Türkei bei einem Treffen vereinbart, für den Fall einer Spaltung der Königsklasse ihren Rennställen treu zu bleiben. Hintergrund ist der Disput mit dem Internationalen Automobilverband FIA um eine Budgetgrenze für 2010 sowie weitere Verschärfungen des Reglements.

dpa-infocom



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