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«Second-Life» - virtuelle Welt mit Millionen Bewohnern

Halle - Die Online-Erlebniswelt «Second Life» (Zweites Leben) wurde vor mehr als sechs Jahren vom US-amerikanischen Physiker Philip Rosedale und dessen kalifornischer Software-Schmiede Linden Lab erfunden.

Die Idee: Die Nutzer besiedeln mit Computerfiguren (Avataren) eine virtuelle Welt, kommunizieren dort miteinander, treiben Handel und kaufen Grundstücke. Nach schleppendem Beginn haben sich inzwischen mehrere Millionen Nutzer registrieren lassen. Viele der Nutzer sehen sich allerdings nur einige Male in der virtuellen Welt um - und lassen anschließend als «Karteileichen» die Nutzerzahlen sehr viel höher scheinen, als sie tatsächlich sind.

Die Basis-Mitgliedschaft ist kostenlos. Mit der Anmeldung bekommt der Nutzer einen Avatar, der nach eigenen Wünschen gestaltet werden kann - das allerdings kostet dann. Bezahlt wird mit einer eigenen Währung, dem Linden-Dollar, der an den realen US-Dollar gekoppelt ist. Damit kann man von Haaren, Schmuck und einem neuen Körper über Kleidung, Nahrungsmittel bis zur Immobilie alles kaufen. Auch der Verkauf virtuellen Vermögens für echtes Geld ist möglich - einige Spieler sollen damit bereits stattliche Summen erwirtschaftet haben.

Avatar können laufen, fliegen oder sich zum gewünschten Ort «beamen». Im Zentrum der Online-Welt stehen Partys und Konsum. Auch Unternehmen, Medienfirmen, Universitäten und Konzertveranstalter haben das «Second Life» für sich entdeckt. Sie erhoffen sich von dem «Zweiten Leben» neue Marktchancen.

www.secondlife.com

dpa-infocom