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TuS Koblenz

Andreas Richter verlässt Koblenz Richtung Chemnitz

Koblenz Andreas Richter kehrt dem Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz den Rücken. Der 31 Jahre alte Verteidiger hat einen Vertrag beim Regionalligisten Chemnitzer FC unterschrieben.

TuS-Manager Wolfgang Loos macht keinen Hehl daraus, dass die Zeit der Entscheidungen nach Wochen des Sondierens und Verhandelns nun angebrochen ist.

"Wir wollen und werden am nächsten Wochenende einen ganzen Schritt weiter sein", sagt der Manager des Fußball-Zweitligisten TuS Koblenz, bei dem man bereits in zehn Tagen mit dem Trainingsauftakt die sportlichen Vorbereitungen auf das nunmehr vierte Zweitligajahr beginnt.

Weil Loos weiß, dass man mit einem virtuellen Spielerkader zwar auf dem Papier kalkulieren, nicht aber auf dem Trainingsplatz arbeiten kann, bleibt ihm auch nichts anderes übrig, als gemeinsam mit Trainer Uwe Rapolder jene personellen Fakten zu schaffen, auf welche die Koblenzer Fans sehnsüchtig warten. Zeitnahe Vollzugsmeldungen werden in jedem der drei Bereiche Verpflichtungen, Verlängerungen und Verkäufe angestrebt - wobei die Koblenzer in letzterer Hinsicht bereits seit dem vergangenen Wochenende ein wenig schlauer sind.

So hat Verteidiger Andreas Richter nach vier Jahren und 95 Pflichtspielen, in denen er das TuS-Trikot trug, ein neuerliches Vertragsangebot ausgeschlagen und wird zur kommenden Saison zum Nord-Regionalligisten Chemnitzer FC wechseln. Damit kehrt der in Cottbus geborene Verteidiger aus dem rheinischen Exil zurück in heimische Gefilde - die Entscheidung Richters ist vor allem eine perspektivische mit Blick auf das nicht mehr allzu ferne Karriereende des 31-Jährigen.

"Ich habe mir meinen Entschluss wirklich nicht leicht gemacht, weil wir uns in Koblenz sehr wohlgefühlt haben", sagt Richter, "aber natürlich fange ich langsam an, mir Gedanken darüber zu machen, was nach dem Fußball ist." In diesem Zusammenhang hat Richter aus Chemnitz ein "richtig schmackhaftes" Angebot erhalten, dem der stets bodenständige Spielertyp nicht widerstehen mochte: Richter unterschreibt beim letztjährigen Regionalliga-Siebten für zwei Jahre, wobei eine Option auf ein weiteres Jahr als Spieler sowie ein Anschlussvertrag für eine Funktion im Vereinsmanagement bestehen.

Mehr Auf und Ab als in Koblenz geht ja gar nicht

"Natürlich - wer will schon von der zweiten in die vierte Liga absteigen?" sagt Richter, schildert aber, dass der frühere Zweitligist und DDR-Meister von 1967 ein Konzept für einen sportlichen Neuaufbau erarbeitet hat, in dem er selbst eine tragende Rolle spielen soll. Die Stadt Koblenz und ihren führenden Fußballverein verlässt er in der Gewissheit, "dass es vier erfolgreiche Jahre waren - wir sind aufgestiegen und haben dreimal trotz erheblicher Probleme den Klassenerhalt geschafft". Schließlich fügt er mit einem Schmunzeln hinzu: "Mehr Auf und Ab als in den letzten Jahren in Koblenz geht ja gar nicht."

Anders als bei Andreas Richter deutet bei Martin Forkel alles auf eine Vertragsverlängerung um ein weiteres Jahr hin, die in einem abschließenden Gespräch noch besiegelt werden muss. Wahrscheinlich ist dabei, dass der kleine Rechtsverteidiger in der kommenden Saison auf neue Kollegen treffen wird, die ihre Sporen zuletzt in der ersten tschechischen Liga verdient haben. Dabei handelt es sich übereinstimmenden Medienberichten zufolge um den brasilianischen Spielmacher Melinho (29) sowie um Verteidiger Martin Hudec (25), beide zuletzt beim Meisterschaftsvierten und Europa-League-Teilnehmer Sigma Olmütz tätig.

Dem Vernehmen nach beobachtete Uwe Rapolder beide Spieler beim 3:0-Sieg über Bohemians Prag im letzten Saisonspiel, des Weiteren zitieren zahlreiche Onlineportale den Klub-Präsidenten Jiri Kubicek, wonach beide Spieler am 25. Juni bei einem deutschen Zweitligisten erwartet würden - das ist der Tag des Trainingsauftaktes in Koblenz.

Während Melinho als technisch beschlagener Spieler mit Qualitäten bei ruhenden Bällen - in der letzten Saison ein riesiges Koblenzer Manko - gilt, hat sich Hudec in der Rückrunde der vergangenen Saison zur Stammkraft in der Defensive entwickelt. Doch auch im Hinblick auf diese beiden Kandidaten gilt wohl: Vielerlei hängt davon ab, welche Spieler die Koblenzer vor Saisonbeginn noch von ihrer Gehaltsliste streichen können.

Christoph Oster

RZO



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