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Angst vor Folgen der Krise: So lässt sich sparen

Berlin/Leipzig Börsencrash, Kurzarbeit, die schlechteste Wirtschaftsprognose seit Jahren: Vielen Deutschen machen die Nachrichten derzeit Angst.

Arbeitsmarktexperten befürchten, dass einige Hunderttausend ihren Job verlieren werden.

Schon jetzt müssen viele den Gürtel enger schnallen. Vieles lässt sich dabei tun, ohne dass der Lebensstandard merklich sinken muss. Aber es gibt auch Grenzen im Bemühen, die Haushaltsausgaben zu verringern.

Eine Übersicht bringt das klassische Haushaltsbuch. Darin werden alle Einnahmen und Ausgaben lückenlos über einige Monate dokumentiert. «Wir erleben derzeit eine Renaissance der Haushaltsplaner», hat Kathrin Wirtz vom Beratungsdienst «Geld und Haushalt» des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) in Berlin festgestellt. Bei den Budgetexperten gibt es sie mittlerweile nicht nur auf Papier, sondern auch webbasiert.

Auch über die Verbraucherzentralen seien die Planungshilfen erhältlich, selbst eine Ausgabe mit ökologischem Schwerpunkt - einen Planer für den nachhaltigen Haushalt - gebe es mittlerweile. Das deutet bereits an: «Den einen Spar-Tipp gibt es nicht», sagt Wirtz. Wer sparen will, müsse zunächst die monatlichen Fixkosten von den variablen Posten trennen. «Fix sind zum Beispiel die Miete, eine Darlehensrate und Versicherungsbeiträge, Abonnements und Mitgliedsbeiträge», erläutert die Finanzexpertin.

Grundsätzlich zählt sie Wohnen, Ernährung, Kommunikation und Verkehr zu den eher veränderbaren Ausgabenpunkten - also Hausrat, Reparaturen, Nahrungsmittel, Genussmittel, Restaurantbesuche, Bekleidung, Kino und Theater, Benzin, Geschenke und Haustiere. Diese Liste zeigt: Allzu viele Ausgaben, die ohne große Einschränkungen zu verringern sind, gibt es nicht - aber es gibt welche.

Bankenverkehr und Versicherungen: Andrea Hoffmann von der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig schätzt die Haftpflichtversicherung als essenziell ein. Eine Rechtsschutz- oder Glasbruchversicherung müsse das dagegen nicht sein. «Und auch bei den notwendigen Policen kann ich sparen - durch Anbietervergleich und -wechsel.» Wer bereit ist, bestimmte Bedingungen in Kauf zu nehmen - etwa die Online-Verwaltung -, könne auch die Gebühren für das Girokonto auf Null drücken.

Lebensmittel: Auch wenn die Eltern ihren Kindern einbläuen, am Essen solle nicht gespart werden, birgt das Einkaufsverhalten vieler Menschen doch großes Einsparpotenzial. «Einen Einkaufszettel zu schreiben hilft wirklich sehr - man tätigt weniger unnütze Einkäufe», sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Er rät, bei den Grundnahrungsmitteln genau hinzusehen. «Wasser kann ich wirklich unbedenklich beim Discounter kaufen. Da gibt es keinen großen Qualitätsunterschied. Und grundsätzlich ist das Trinkwasser in Deutschland so gut untersucht, dass ich es auch aus der Leitung trinken kann.» Das sei naheliegenderweise am günstigsten.

Discounter oder Marke: Auch Weißmehl , Zucker, Pasta und Reis oder Milch seien beim Discounter nicht schlechter. Und die Handelsmarken der übrigen Supermärkte stünden den stark beworbenen Marken in nichts nach. «Das sind Standardprodukte, die einer starken Kontrolle unterliegen», erläutert Valet. Beim Joghurt aber rät er zur Auswahl: Handelsmarken seien ebenso gut wie andere. Den «probiotischen Joghurt» aber könne man sich sparen - ein normaler Joghurt habe ebenso gute Auswirkungen auf die Darmflora.

Beim Brot dagegen lohnt es sich seiner Einschätzung nach, einen Euro mehr auszugeben. Und wer bei Fleisch, Obst und Gemüse Frische und Qualität will, bekomme sie zu Cent-Preisen in aller Regel nicht. Wurst und Käse müssten allerdings an der Supermarkt-Theke nicht besser sein - auch diese Ware kommt, ebenso wie die verpackte, vom Großhandel. Der Unterschied bestehe darin, ob der Markt eine eigene Fleischerei hat, sagt Valet. Andernfalls sei die Ware aus der Kühltheke nicht unbedingt schlechter - Präsentation und Bedienung machten den Unterschied.

Literatur: Der Ratgeber der Verbraucherzentralen «Das Haushaltsbuch. Unternehmen Haushalt - alle Finanzen im Griff Ausgaben und Einnahmen für 12 Monate» ist für 5,90 Euro plus 2,50 Euro im Internet bestellbar.

Ratgeber «Das Haushaltsbuch»: www.verbraucherzentrale.de

Deutsche Energie-Agentur: www.dena.de

Beratungsdienst der Sparkassen-Finanzgruppe: www.geld-und-haushalt.de Von Thorsten Wiese, dpa

dpa-infocom


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