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Reklamation von Karstadt-Waren vorerst problemlos

Essen/Düsseldorf Die Insolvenz von Karstadt soll für Kunden der Kaufhaus-Kette vorerst keine Folgen haben.

Einem Unternehmenssprecher in Essen zufolge werden Garantien, Anzahlungen oder Rückgaberechte in dem Verfahren nicht angetastet.

Auch Verbraucherschützer gehen davon aus, dass Kunden noch unbesorgt sein können. Das könnte sich ändern, wenn Karstadt seinen Betrieb aufgeben muss. Im Folgenden ein Überblick:

GEWÄHRLEISTUNG: Sie ist laut Iwona Gromek, Juristin bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf, grundsätzlich eine Pflicht des Händlers. Dieser muss einstehen, wenn der Kunde eine fehlerhafte Ware reklamiert - die Gewährleistung richtet sich also immer danach, ob das Produkt bei Karstadt gekauft wurde. «Solange das Geschäft fortgeführt wird, solange hat man Ansprüche», beruhigt Gromek. «Nur wenn der Geschäftsbetrieb vollständig eingestellt wird, dann erlischt mein Anspruch.»

NACHKAUFGARANTIE: Das betrifft oft zum Beispiel Porzellan, von dem sich Kunden immer mal wieder ein Teil zulegen wollen. «Das hat wenig mit dem Anbieter zu tun», sagt die Verbraucherschützerin. Entscheidend sei, ob der Hersteller noch dafür einsteht, dass Kunden Ware nachkaufen können. Das gelte ebenso für Karstadt-Handelsmarken - denn auch die haben einen Hersteller, der entweder auf der Verpackung verzeichnet ist oder sich durch Nachfrage bei der Kaufhaus-Filiale in Erfahrung bringen lässt.

UMTAUSCH: Er ist immer eine Kulanzleistung des Händlers. «Bei fehlerfreier Ware habe ich kein Recht darauf», ergänzt Brigitte Rittmann-Bauer von der Verbraucherzentrale in Düsseldorf. Eine zum Beispiel auf zwei Wochen befristete Umtauschmöglichkeit sei allerdings üblich. Wer aber jetzt ein Geschenk bei Karstadt kauft und es erst Wochen später umtauschen will, könne nicht unbedingt sicher sein, dass das dann noch klappt.

SCHNÄPPCHEN: Rittmann-Bauer geht nicht davon aus, dass Kunden in Karstadt-Filialen bald viele Schnäppchen machen können. «Das hieße ja, die würden einen Ausverkauf betreiben.» Das sei in absehbarer Zeit kaum der Fall - die Preispolitik des insolventen Unternehmens werde nicht so schnell auf die Insolvenz reagieren, schätzt sie.

VERSICHERUNGEN: Auf KarstadtQuelle-Versicherungen habe die Insolvenz «null Auswirkungen», sagt Michael Wortberg von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in Mainz. «Da braucht man sich überhaupt keine Gedanken machen.» Das Versicherungsgeschäft gehört nämlich seit 1. Januar 2009 nicht mehr zu Arcandor, sondern sei eine 100-prozentige Tochter der Ergo-Versicherungsgruppe.

dpa-infocom


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