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Bei Auslandüberweisung auf versteckte Gebühren achten

Berlin Urlauber werden oft zur Vorkasse gebeten. Und wer seine Reise nicht über das Reisebüro oder pauschal beim Veranstalter bucht, soll Hotels, Safaris oder Flugreisen zum Teil in der Landeswährung bezahlen - per Überweisung. Das kann aufwendig und teuer sein.

Innerhalb der Europäischen Union (EU) ist der Fall vergleichsweise einfach. Hier ist die Währung in der Regel ohnehin der Euro - so wie in Deutschland. Zur Verfügung stehen zur Übermittlung die sogenannte EU-Standardüberweisung sowie die «SEPA-Überweisung», erläutert Dominik Lamminger vom Bundesverband Öffentlicher Banken (VÖB) in Berlin. Die beiden Verfahren werden parallel verwendet. Etabliert sei die Standardüberweisung, der neue europaweite Zahlungsverkehr nach dem SEPA-Verfahren befindet sich noch in der Übergangsphase.

«Für beide brauche ich dieselben Angaben. Und die Formulare unterscheiden sich äußerlich nicht», erläutert Lamminger. Kunden benötigen die internationale Kontonummer - die IBAN - und die internationale Bankleitzahl BIC. «Die IBAN besteht in der Regel aus dem Länderkennzeichen, der nationalen Kontonummer, der Bankleitzahl sowie einer Prüfziffer», erklärt Lamminger. Wer das richtige Formular verwendet, die Angaben korrekt einträgt und den Betrag in Euro, hat keine Gebühren zu fürchten.

«Innerhalb der Europäischen Union sind die Überweisungen nach der EU-Preisverordnung zum gleichen Preis wie eine Inlandsüberweisung auszuführen», sagt Lamminger. Und Auslandsüberweisungen seien genauso sicher wie nationale. Nur die Kontonummern seien eben meist länger als in Deutschland. «Der Grund ist, dass der Raum größer ist und es mehr Institute gibt», sagt Thomas Schlüter vom Bundesverband Deutscher Banken in Berlin. BIC und IBAN stehen meist auf den Kontoauszügen - sonst einfach bei der Bank nachfragen, rät Schlüter.

Auch Auslandsüberweisungen funktionieren meist bequem vom Computer zu Hause aus, sagt Lamminger. Viele Institute würden in ihrem jeweiligen Online-Bankingbereich anbieten, Auslandsüberweisungen vom Girokonto vorzunehmen. Dabei bieten die Unternehmen für Überweisungen in Länder außerhalb Europas verschiedene Möglichkeiten an. «Es kann zum Beispiel sein, dass ein Kooperationspartner dahinter steckt. Der Kunde muss davon aber nicht unbedingt etwas merken.»

Häufig griffen Banken zum Beispiel auf den Bargeld-Transferdienst Western Union zurück, der gegen Gebühren weltweit Geld verschickt. Dafür brauchen sie nach Angaben des Unternehmens mit Deutschlandsitz in Frankfurt/Main einen Online-Zugang und eine Kreditkarte. Oder Kunden gehen in eine Filiale. Dann könne das Geld schon wenige Minuten später vom Empfänger abgeholt werden. Ein weltweit standardisiertes Verfahren gibt es laut Lamminger nicht.

Wer regelmäßig Geld ins Ausland überweist, sollte bei verschiedenen Geldhäusern nach den Konditionen fragen und Preise vergleichen, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Auch für Urlauber kann sich das aber lohnen: Die Stiftung Warentest berichtet zum Beispiel in der aktuellen Ausgabe ihrer Zeitschrift «Finanztest» über einen Mann, der 35 Euro für seine Überweisung an einen Ferienhausanbieter nach Irland zahlen sollte. Er hatte online die falsche Überweisungsart ausgewählt. Nur aufgrund von Kulanz erhielt er von seiner Sparkasse 15 Euro zurück. Dabei hatte er lediglich Euro von einem Land der Währungsunion in ein anderes überwiesen.

Auch Lamminger rät zu einem Blick in die Gebührenliste, bevor die Überweisung erfolgt: «Dies ergibt sich im Einzelnen aus dem jeweiligen Preis- und Leistungsverzeichnis des kontoführenden Zahlungsdienstleisters.» Das gelte erst recht, wenn es um fremde Währungen geht: Bei Überweisungen nach Übersee ist das nicht zu vermeiden. Und Überweisungen in fremden Währungen unterliegen nicht der EU-Preisverordnung. Deshalb, sagt Lamminger, könne neben einem mit dem Institut vereinbarten Referenzkurs für die Währungsumrechnung unter Umständen auch ein «Fremdwährungsentgelt» erhoben werden. Länger als fünf Tage darf es nicht dauern Das vom Kunden mit der Zahlung beauftragte Institut muss für die erfolgreiche Abwicklung sorgen. «Probleme mit dem Zahlungseingang hat die Bank für den Kunden kostenlos zu beheben», erläutert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. Außerdem müsse der Betrag bei Transfers binnen fünf Werktagen eingegangen sein, sofern im Kleingedruckten keine andere Frist vereinbart ist. «Bummelt das Geldhaus, hat es dem Auftraggeber Schadenersatz zu leisten.» Von Berit Schmidt, dpa

dpa-infocom


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