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Taxifahrt zum Arzt: Von Kasse vorab genehmigen lassen

Potsdam/Berlin Will ein Patient mit dem Taxi zum Arzt fahren, muss er sich das vorher von seiner Krankenkassen genehmigen lassen.

Die Taxifahrt sollte vom Arzt verordnet worden sein. Darauf weist die Arbeitsgemeinschaft Medizinrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) in Berlin hin.

Sie beruft sich auf ein Urteil des Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg in Potsdam (Az.: L 9 KR 100/06). In dem Fall ging es um einen 77-Jährigen mit einer Bandscheibenvorwölbung und einem Bandscheibenvorfall. Sein Orthopäde bescheinigte ihm, dass er deswegen dauerhaft ärztlich behandelt werde und er aufgrund der Beschwerden nur mit einem Taxi zur Praxis gelangen könne. Als der Patient seiner Kasse später Taxiquittungen in Höhe von rund 2000 Euro vorlegte, weigerte sie sich, die Kosten zu erstatten. Vor Gericht vertrat der Mann die Ansicht, dass die spezielle Behandlung auf einer Massageliege der Krankenkasse die Kosten für eine teure Bandscheiben-Operation erspare.

Die Klage wurde abgewiesen. Der Kläger habe sich die Leistung selbst beschafft, ohne zuvor die Kostenübernahme bei der Krankenkasse zu beantragen und deren Entscheidung abzuwarten. Auch fehle eine korrekte ärztliche Verordnung der Krankenbeförderung auf dem hierfür vorgesehenen Vordruck. Das Schreiben des Orthopäden beziehe sich im Übrigen nur auf die Besuche in dessen Praxis. Außerdem müssten Krankenkassen grundsätzlich nur für ärztlich verordnete Leistungen zahlen. Das treffe aber nicht auf die Massagebehandlung zu.

Arbeitsgemeinschaft Rechtsanwälte: www.ag-medizinrecht.de

dpa-infocom


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