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Liliengewächs soll gegen Prostatakrebs helfen

Göttingen Ein pflanzlicher Wirkstoff kann möglicherweise gegen Prostatakrebs helfen.

Erste Experimente in der Göttinger Universitätsmedizin seien vielversprechend verlaufen, teilte die Deutsche Krebshilfe mit.

Der aus der Wurzel des Liliengewächses Belamcanda chinensis stammende Wirkstoff Tectorigenin habe im Labor das Wachstum von Krebszellen gehemmt und im Tiermodell die Ausbreitung eines Tumors verlangsamt. Prostatakrebs ist die häufigste Krebsart bei Männern in Deutschland. Jährlich gibt es mehr als 58 000 Neuerkrankungen. Rund 11 600 Betroffene sterben an einem bösartigen Tumor der Vorsteherdrüse.

Wenn der Tumor früh genug erkannt wird, sind die Heilungschancen nach Angaben der Krebshilfe zwar meistens sehr gut. Sobald sich jedoch Metastasen gebildet haben, gebe es nur noch wenige Therapiemöglichkeiten. Die Wissenschaftler Peter Burfeind und Paul Thelen vom Göttinger Universitätsklinikum wollen jetzt klären, ob das sogenannte Phyto-Östrogen Tectrigenin wirksam Abhilfe schaffen kann. Der Wirkstoff wird in der traditionellen chinesischen und koreanischen Medizin eingesetzt.

Für die Privatdozenten aus den Bereichen Humangenetik und Urologie sei es nach den ersten Experimenten denkbar, dass die pflanzliche Substanz eines Tages auch vorbeugend gegen Prostatakrebs eingesetzt werden könne, berichtete die Krebshilfe. Bis zur Anwendung in klinischen Studien bestehe aber noch weiterer Forschungsbedarf. Die Krebshilfe fördert das Göttinger Forschungsprojekt mit rund 300 000 Euro.

Weitere Informationen: www.krebshilfe.de

dpa-infocom


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