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Kinder bei leichten Beschwerden selbst behandeln

Schleiz/Berlin Nicht wegen jedem Wehwehchen müssen Eltern mit ihrem Kind zum Arzt.

Sie können zum Beispiel leichte Halsschmerzen selbst behandeln, wenn das Kind kein Fieber hat.

Das sagte der Apotheker Jörg Wittig aus Schleiz in Thüringen auf einer Tagung der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände in Berlin zum Thema Arzneimittelgebrauch bei Kindern. Allerdings dürften Mittel gegen Halsweh nur zwei bis drei Tage angewendet werden. Je nach Alter eignen sich Lutschtabletten oder Gurgellösungen mit Salbei, Myrrhe oder Kamille.

Auch Husten können Eltern behandeln, wenn das Kind keine Schmerzen im der Brust hat, nicht lungenkrank ist und nicht schon länger als zwei bis drei Tage erkältet ist. Um Husten zu lösen, empfiehlt Wittig unter anderem, dass das Kind viel trinkt. Auch Inhalieren oder Einreiben mit Menthol sei sinnvoll. Schnupfen können Eltern selbst angehen, wenn das Kind älter als zwei Jahre alt ist, keine Augen- oder Atemwegserkrankungen hat und auch in diesem Fall schon maximal drei Tage leidet. Außerdem dürfen keine eitrigen oder blutigen Sekrete aus der Nase laufen. Neben abschwellenden Mitteln sind zur Nasenpflege Kochsalzlösungen ratsam.

Schmerzen und Fieber dürfen Eltern nur bei klaren Anzeichen für eine Erkältung angehen. Geeignete Wirkstoffe sind Paracetamol, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (ASS). Beim Dosieren und vor allem bei ASS ist dem Apotheker zufolge aber Vorsicht geboten. Zudem dürfen keine Grund- oder Begleiterkrankungen vorliegen und zeitgleich keine anderen Medikamente gegeben werden. Schmerzen in den Eingeweiden und Ohren, Krämpfe etwa bei Fieber oder Durchfall bei Kleinkindern gehören dagegen von einem Arzt behandelt.

Da Kinder ein dreimal größeres Verhältnis von der Körperoberfläche zum Körpergewicht haben als Erwachsene, brauchen sie in der Regel spezielle Arzneiformen, erläutert der Apotheker Matthias Schneider aus dem bayerischen Dillingen. Außerdem falle ihnen oft das Schlucken von Medikamenten schwer, und ihr Stoffwechsel sei noch nicht voll ausgeprägt.

Antibiotika zum Beispiel gibt es für Kinder oft als Saft. Genauer dosierbar als Tabletten und besser ans Körpergewicht anzupassen sind Tropfen. Cremes und Salben werden entweder verdünnt oder sparsam aufgetragen. Zäpfchen, vor allem als Schmerzmittel, eignen sich besonders, wenn Kinder nicht schlucken können.

dpa-infocom


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