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Schutz vor Krankheit: Impfungen für Hund und Katze

Bonn/Frankfurt/Main Es ist nur ein kleiner Pieks, doch er kann vor schweren Krankheiten schützen. Impfungen gibt es auch für Tiere.

Besonders für Hunde und Katzen rät die Ständige Impfkommission verschiedener Tierverbände zu regelmäßigen Impfungen.

Nur so können demnach die Vierbeiner geschützt werden und lässt sich gleichzeitig ein Ausbreiten der teils sehr gefährlichen Erkrankungen verhindern. «Tierhalter sollten auch während einer finanziellen Krisenzeit nicht am falschen Ende sparen, sondern ihre Tiere impfen lassen», sagt Ursula Bauer von der Aktion Tier aus Berlin. Und Ute Tietjen von der Bundestierärztekammer in Bonn ergänzt: «Nur so kann man seine Tiere schützen - besonders die, die draußen herumlaufen.»

Die Ständige Impfkommission vet. (StIKo vet.) hat einen Plan aufgestellt, nach dem Hunde und Katzen geimpft werden sollten. «Wir empfehlen zuerst eine Grundimmunisierung für Jungtiere und später Auffrischimpfungen in regelmäßigen Abständen», sagt Astrid Behr, Koordinatorin der Impfkommission und Sprecherin des Bundesverbandes Praktizierender Tierärzte in Frankfurt.

Für Hunde bedeutet das, dass sie in der achten Woche gegen Staupe, Parvovirose, Leptospirose und die Leberentzündung HCC geimpft werden sollten. «Die Welpen sind in den ersten Wochen noch durch die Mutter geschützt, doch ab der siebten Woche gehen die mütterlichen Antikörper gegen diese Erkrankungen zurück», erklärt Astrid Behr.

Mit einem Impftermin allein ist es allerdings nicht getan: «Die Bildung neuer Antikörper durch die Impfung wird von mütterlichen Antikörpern im Blut der Welpen gestört», sagt Behr. Damit das Tier optimalen Schutz hat, sind deshalb weitere Impfungen notwendig. Die StIKo vet. rät, die Hunde in der zwölften Lebenswoche erneut gegen die vier genannten Krankheiten sowie gegen Tollwut impfen zu lassen.

In der 16. Woche wird der Schutz gegen Staupe, HCC, Parvovirose und Tollwut erneuert. «Schließlich wird die Grundimmunisierung im 15. Lebensmonat mit Impfungen gegen alle fünf Krankheiten inklusive Tollwut abgeschlossen», so Astrid Behr. Um einen ausreichenden Schutz zu gewährleisten, sollten Hunde dann jährlich gegen Leptospirose und alle drei Jahre gegen Staupe, HCC und Parvovirose geimpft werden.

«Das ist alles keine Pflicht, es liegt im Ermessen der Halter», sagt Behr. «Doch bei den Krankheiten handelt es sich um schwere Erkrankungen, die den Tieren sehr schaden, sie langfristig an einem unbeschwerten Leben hindern oder sogar töten können.» Hinzu kommt: Bei Tollwut-Verdacht wird ein nicht geimpftes Tier eingeschläfert.

Dennoch gibt es Kritiker. «Es ist richtig, dass der Körper der Tiere durch eine Impfung mit der Krankheit konfrontiert wird», sagt Ursula Bauer. Dennoch sei das für fast alle Tiere kein Problem. «In seltenen Fällen kann es lokale Reaktionen an der Einstichstelle wie Schwellungen oder Rötungen geben. Aber das geht schnell wieder weg», sagt Ute Tietjen.

Sie nennt einen weiteren Aspekt: Es sei aus virologischer Sicht nötig, einen bestimmten Anteil der Tiere zu impfen, damit sich Seuchen nicht ausbreiten können. Verzichten zu viele Halter darauf, gefährden sie neben dem eigenen Vierbeiner die gesamte Population.

Ähnliches gilt für Katzen. «Bei jungen Tieren wird ebenfalls eine Grundimmunisierung gegen Katzenschnupfen und Katzenseuche empfohlen», sagt Behr. Die Impfungen erfolgen in ähnlichen Abständen wie bei Hunden. Freilaufende Katzen sollten gegen Tollwut geschützt werden. Später gehört die Impfung gegen den Katzenschnupfen jährlich aufgefrischt, jene gegen Katzenseuche und Tollwut alle drei Jahre. Weitere Impfungen bei Reisen oder Urlaub Abhängig von der Lebenssituation können weitere Impfungen nötig werden. «Fährt man mit seinem Tier beispielsweise ins Ausland - besonders in osteuropäische Regionen - sollte der Tierarzt wegen möglicher weiterer Impfungen gefragt werden», sagt Ute Tietjen von der Bundestierärztekammer. Auch wenn ein Vierbeiner ins Heim oder in eine Urlaubspension für Kleintiere kommt, können Zusatzmaßnahmen erforderlich werden. «Das muss aber individuell entschieden werden, da gibt es kein Schema F.» Von Aliki Nassoufis, dpa

dpa-infocom


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