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Anhängliche Spürhunde: Retriever brauchen Nähe

Guxhagen Kräftiger Körper, Schlappohren, treuer Blick: Das sind Markenzeichen von Golden und Labrador Retriever.

Ihr freundliches und offenes Wesen macht sie zu einer der beliebtesten Hunderassen. Zum Wohlfühlen brauchen sie viel Bewegung und die Nähe zu ihren Haltern.

Der gemeinsame Urahn aller Retriever , der Saint-John's-Hund, lebte an den Küsten Neufundlands, wo er die Fischer unterstütze. «Er war ein kräftiger, ausdauernder Schwimmer und wurde von Seeleuten etwa Mitte des 18. Jahrhunderts nach England gebracht», sagt Veronika Hofterheide vom Deutschen Retriever Club in Guxhagen bei Kassel. Dort wurde er vor allem zur Jagd eingesetzt. Manche Tiere kreuzte man mit englischen Jagdhunden. So entstanden die verschiedenen Retriever.

Retriever sind keine Schoßhunde: Rüden können eine Schulterhöhe von bis zu 57 Zentimetern erreichen. Labradore gibt es mit gelbem, schokobraunem oder schwarzem, kurzem Fell. Golden Retriever können Fell in allen Schattierungen von Gold bis Cream haben, das mittellang und gewellt ist. Ab einem Alter von acht Jahren gelten sie als Senioren. «Ich kenne aber auch viele Retriever, die bereits 15 oder 16 Jahre alt und noch fit und aktiv sind», sagt Veronika Hofterheide.

Ihr ausgeglichenes Wesen macht sie zu idealen Familienhunden. Retriever genießen und brauchen menschliche Gesellschaft. «Mit einem Labrador kann man eigentlich alles anpacken und unternehmen, er ist der ideale Begleiter auf Schritt und Tritt», schreibt die Biologin Brigitte Rauth-Widmann in ihrem Buch «Labrador Retriever».

Die Energiebündel wollen am liebsten ständig draußen herumzutoben. «Gummiestiefelallergiker» sehen sich laut Hofterheide lieber nach einer anderen Rasse um. Trifft man beim Spaziergang mit Retriever auf andere Hunde, besteht kein Grund zur Sorge: Sie verstehen sich gut mit ihren Artgenossen und fordern keine Beißattacken heraus.

Labrador und Golden Retriever sind intelligent. Sie werden oft als Rettungshunde oder bei der Sprengstoffsuche eingesetzt. Solange sie jung sind, fällt ihnen das Lernen besonders leicht - vor allem, wenn der Halter geduldig ist und mit positiver Bestärkung arbeitet. Eine konsequente Erziehung von Anfang an ist aber trotzdem nötig.

Um die Hunde auszulasten, kann der Halter mit ihnen das Suchen, Finden und Bringen von Gegenständen üben. Er kann dafür etwa duftende Leinensäckchen verstecken, und der Vierbeiner muss sie suchen. «Dabei setzt er seine ausgezeichnete Nase ein und bleibt auch geistig fit», sagt Ariane Ullrich vom Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater in Niedernhausen bei Wiesbaden.

Retriever schwimmen für ihr Leben gern. Die dicke Unterwolle ihres wasserabweisenden Fells schützt sie vor Auskühlung. Auch im Wasser können schwimmfähige sogenannte Bringsel zum Einsatz kommen. Am besten versieht der Halter sie mit einer Leine. «Dann hat man die Möglichkeit, sie wieder einzuholen», schreibt Brigitte Rauth-Widmann.

Auch wenn Labradore sehr sportlich sind, fressen sie doch für ihr Leben gern. «Ich vergleiche sie immer mit Staubsaugern, denn sie saugen alles Fressbare in ihrer Nähe auf», sagt Ullrich. Das kann aber zur Gefahr werden: Im Freien Gefundenes kann giftig sein, wird aber trotzdem ins Maul genommen. «Deshalb muss man schon einem Welpen beibringen, auf das Kommando «Gib's her» zu reagieren.»

Literatur: Brigitte Rauth-Widmann: Labrador Retriever, Kosmos, ISBN: 978-3-440-11178-9, 12,95 Euro. Erbliche Krankheiten Auch beim Labrador und Golden Retriever kommen erblich bedingte Krankheiten vor. Die Hüftgelenk- und die Ellenbogengelenk-Dysplasie (HD und ED) gehören dazu: Sie äußern sich durch krankhafte Veränderungen der Knochen in den betroffenen Gelenken. «HD und ED können in fortgeschrittenem Stadium zu starken Schmerzen und Lahmheit führen», schreibt Brigitte Rauth-Widmann im Buch «Labrador Retriever». Erste Hinweise, dass ein Hund an HD oder ED leidet, sind in vielen Fällen Probleme beim Hinlegen oder Aufstehen und ein unsicherer, manchmal steifer Gang. Vorbeugend sollte der Halter auf einen ausgewogenen Kalkgehalt im Futter und auf gelenkschonende Bewegung im Welpenalter achten. Von Rebecca Müller, dpa

dpa-infocom


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