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Pet Airways: US-Airline nur für Haustiere

Washington Fido und Fluffy heben ab: Ab 14. Juli soll es in den USA eine Airline nur für Haustiere geben, nach Angaben der Gründer die erste auf der Welt. Und diesmal sind es Herrchen und Frauchen, die «leider draußen» bleiben müssen.

Zweibeiner dürfen nicht an Bord, mit Ausnahme der Piloten, versteht sich, und einer Flugbegleitung, die sich ganz dem Wohl der wertvollen Fracht widmen soll. Oder besser: den kostbaren Passagieren.

Denn das ist genau der springende Punkt bei diesem Unternehmen: Die Bezeichnung Fracht für die vierpfotigen Fluggäste ist für Alysa Binder und Dan Wiesel tabu. Die Eheleute aus Delray in Florida haben die Fluggesellschaft aus der Taufe gehoben, weil Tiere ihrer Meinung nach beim Reisen häufig leiden müssen und gerade beim Fliegen «wie Gepäckstücke behandelt werden», wie Alysa sagt. Denn für Hunde und Katzen, die in ihrem Käfig nicht unter den Vordersitz passen, heiße es oft: Ab in den Frachtraum im Bauch der Maschine, bei meist großer Hitze oder aber eisiger Kälte. Wenn Tiere denn überhaupt an Bord willkommen sind: Nicht alle Fluggesellschaften lassen sie zu.

Pet Airways heißt die neue Airline. Starten soll sie klein, aber fein: Die Tiere werden an Bord einer umgerüsteten Beechcraft 1900 transportiert, sicher verstaut in ihren «privaten» Käfigen auf Einbauregalen - dort, wo normalerweise die Sitze sind. Betrieben wird die Propellermaschine von Suburban Air - wie Pet Airways auf seiner Webseite erläutert. Suburban Air ist eine überaus erfahrene, umsichtige und zuverlässige Gesellschaft, die zu den wenigen auf der Welt gehört, die bestimmtes radioaktives Material befördern darf. 19 Passagiere finden normalerweise in dem Flugzeug Platz, bei Pet Airways sollen es bis zu 50 Käfige mit Hunden und Katzen sein.

Geflogen wird zunächst einmal pro Woche, auf einer Strecke mit den Stationen New York, Washington, Chicago, Denver und Los Angeles. Ein One-Way-Ticket ist ab 149 Dollar (etwa 107 Euro) zu haben. Ist die Sache erst einmal richtig in Schwung gekommen, sollen weitere Stopps folgen und bis zu 20 Maschinen eingesetzt werden. Alysa Binder ist zuversichtlich, dass es so weit kommt. «Das Interesse ist sehr groß», sagt sie. «Wir haben schon viele Reservierungen.»

Kein Wunder in einem Land, das als ausgesprochen tierfreundlich gilt. Nach einer Umfrage der Vereinigung der Tierprodukt-Hersteller gab es 2006 in US-Haushalten 90 Millionen Katzen, 73 Millionen Hunde, 16 Millionen Vögel und elf Millionen Reptilien.

Schätzungsweise 70 Millionen Hunde und Katzen gehen pro Jahr mit Herrchen und Frauchen auf Reisen, zumeist im Auto, zitiert Pet Airways die amerikanische Tierklinik-Vereinigung. Von den zwei Millionen Vierbeinern, die jährlich in Flugzeug-Frachträumen befördert würden, erlitten im Durchschnitt 5000 Verletzungen, hat die Tierschutz-Organisation SPCA in San Francisco herausgefunden.

So etwas soll bei Pet Airways nicht vorkommen, die unter anderem Amerikas größte Internet-Tierapotheke als Partner aufführt. Schließlich, so versprechen Alysa und Dan, sollen ihre Fluggäste so pfleglich behandelt werden und so stressfrei reisen können wie sie es für die eigene Hündin Zoe wünschen. Der Terrier-Dame verdankt das Duo nach eigenen Angaben die Idee für die Airline: «Sie kam nach einer Reise völlig verstört an, und das Planen des Urlaubs war wegen der Transportprobleme oft kompliziert», schildert Alysa. «So fingen wir an, nachzudenken. Und Pet Airways war geboren.»

Nun können Besitzer ihre Vierbeiner zwei Stunden vor dem Abflug in einer «Tier-Lounge» einchecken - wer will, auch schon bis zu 72 Stunden davor. Dann geht es los, unter den Argusaugen des Stewards oder der Stewardess, die sich laut Pet Airways alle 15 Minuten vom Wohlergehen ihrer Schützlinge überzeugen. Nach der Ankunft können die Tiere wiederum in einem besonderen Warteraum abgeholt werden - entspannt und zugleich «erleichtert»: Denn beim Reisen mit Pet Airways soll es auch genügend «Pinkelpausen» geben.

Pet Airways (englisch): www.petairways.com

Tierschutz-Organisation SPCA (englisch): www.spca.com Von Gabriele Chwallek, dpa

dpa-infocom


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