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TuS Koblenz

Langen freut sich auf den Neustart

Koblenz Drei Tage vor dem Trainingsauftakt nimmt der Kader von Fußball-Zweitligist TuS Koblenz erste Konturen an.

Nach den Verpflichtungen von Benjamin Lense und Philipp Langen ist zumindest die Defensiv-Abteilung bereits ordentlich besetzt.

Die Vorfreude ist Philipp Langen anzuhören. Die Freude darauf, endlich wieder Fußballspielen zu können. Und weil es in einer vertrauten Umgebung zumeist leichter fällt, seine Fähigkeiten zu demonstrieren, soll die Rückkehr zu TuS Koblenz für den 22-Jährigen ein Schritt nach vorn in seiner schon nicht mehr ganz jungen Profi-Karriere werden. Langen, der aus St. Sebastian stammt, war vor der Saison zu Greuther Fürth gewechselt, wo er aus verschiedenen Gründen aber bislang nicht den Durchbruch geschafft hat. Der Linksfuß steht dort noch bis 2011 unter Vertrag, die Franken haben nun der schon länger im Raum stehenden Ausleihe nach Koblenz zugestimmt.

"Für mich ist es jetzt einfach wichtig, wieder spielen zu können", so Langen, der es in der abgelaufenen Saison gerade mal auf drei Einsätze gebracht hatte. "Ich hatte anfangs immer wieder mit den Nachwirkungen meines Kreuzbandrisses zu kämpfen", so Langen. Als dann in der Winterpause Ex-Nationalspieler Christian Rahn für seine Position nachverpflichtet wurde, war klar, dass der Weg zurück ins Team schwer werden würde. Zumal die Fürther lange Zeit ein ernsthafter Aufstiegs-Kandidat waren und deshalb auf bewährte Kräfte setzten. "Der Schritt nach Fürth war dennoch richtig", sagt Langen.

Bei allem Optimismus wird der Neustart für das Koblenzer Eigengewächs aber nicht zum Selbstläufer. Auf der linken Seite (Langen: "Ich sehe mich eher auf der hinteren Position") warten bislang mit Frank Wiblishauser und Zoltan Stieber zwei Konkurrenten, die ihre Plätze nicht kampflos räumen werden. Ob Marko Lomic noch dazugezählt werden kann, ist eher fraglich. Es gilt mittlerweile als offenes Geheimnis, dass die TuS einen neuerlichen Versuch unternimmt, den Serben andernorts unterzubringen - für gutes Geld, versteht sich.

Diese Personalie ändert aber nichts daran, dass die Koblenzer im hinteren Bereich schon ganz ordentlich aufgestellt sind. Nach der Verpflichtung des defensiv vielseitig einsetzbaren Benjamin Lense, der auch als "Sechser" agieren kann, besteht wohl vor allem noch Bedarf an einem Innenverteidiger. Martin Houdec (27) von Sigma Olmütz gilt hier als Wunschkandidat von Trainer Uwe Rapolder.

Nach der Langen-Ausleihe stehen den vier Neuzugängen somit bislang neun Abgänge gegenüber. Wobei sich der Klub bis auf Du-Ri Cha überwiegend von Akteuren aus der zweiten Reihe getrennt hat. Gut möglich allerdings, dass neben dem Koreaner auch noch der ein oder andere Leistungsträger den Klub verlässt. Mittelfeldlenker Goran Sukalo (27) zum Beispiel soll nach seinem Flirt mit 1860 München auch bei Liga-Konkurrent Energie Cottbus ein Thema sein. TuS-Geschäftsführer Wolfgang Loos hält sich dazu allerdings bedeckt und lässt lediglich durchblicken, "dass wir nicht nur Leute holen können, sondern auch welche abgeben müssen".

Die diplomatische Aussage bedeutet letztlich nichts anderes, als dass die TuS wohl zunächst auch manchen Besserverdiener von der Gehaltsliste streichen möchte, um die Personal-Planungen abschließend voranzutreiben. Denn: Ohne die nötigen finanziellen Spielräume dürften etablierte Kandidaten wie zum Beispiel Shefki Kuqi (32) oder der Cottbuser Ervin Skela (32) nicht zu bezahlen sein. Für beide Akteure gibt es offenbar neben der TuS etliche Mitbewerber. Nicht auszuschließen daher, dass die endgültige Zusammensetzung des Kaders erst mit dem Abschluss der Transferfrist am 31. August feststeht. Dem Tatendrang von Langen & Co. sollte dies freilich keinen Abbruch tun. (Sven Sabock)

RZO


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