pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Musik

Ansturm auf Karten für Jackson-Trauerfeier

Los Angeles Mehr als eine halbe Million Menschen haben sich im Internet bereits um Karten für die Michael-Jackson-Trauerfeier in Los Angeles beworben.

Das berichtete der US-Nachrichtensender CNN. Wenige Stunden zuvor war die Online-Lotterie erst angekündigt worden.

Die Anmeldefrist auf der Seite www. staplescenter.com läuft noch bis Sonntagmorgen 3.00 Uhr MESZ. Ursprünglich hatten die Veranstalter nur Bewerber mit einer Adresse in den USA zugelassen, doch jetzt können Fans aus aller Welt mitmachen. Insgesamt werden 17 500 Karten kostenlos vergeben. Die Gewinner sollen am Sonntag bekannt gegeben werden.

Noch keine offiziellen Angaben gab es darüber, wo Jackson beerdigt werden soll. Einige Medien spekulierten, dass der Megastar auf dem Forest Lawn Memorial Park-Friedhof in Los Angeles beigesetzt werde, auf dem viele andere Prominente ihre letzte Ruhestätte fanden. Der Internetdienst tmz.com berichtete unterdessen, dass der «King of Pop» in einem vergoldeten, mit königsblauem Samt ausgeschlagenen Bronzesarg seine letzte Ruhe finden soll. Die Spezialanfertigung der Firma Batesville Casket Company aus Indiana soll rund 25 000 Dollar (17 800 Euro) kosten. In einem solchen Sarg der Marke «Promethean» sei auch schon der Sänger James Brown beerdigt worden.

In den Medien überschlagen sich die Spekulationen über die Trauerfeier, die als weltweites Medienspektakel inszeniert werden soll. Sie findet am Dienstag um 19.00 Uhr MESZ im Staples Center von Los Angeles statt, in dem Jackson zwei Tage vor seinem Tod bei einer Probe zum letzten Mal auf der Bühne stand. CNN berichtete, dass Ken Ehrlich, der die Grammy-Verleihung produziert, und Kenny Ortega, der Jacksons Londoner Konzerte inszenieren sollte, die Gedenkfeier gestalten werden. Noch gibt es keine offizielle Liste der Stars und Künstler, die Jackson die letzte Ehre erweisen wollen.

US-Sängerin Beyoncé zollte Jackson am Freitagabend bei einem Konzert in New Orleans Tribut. Als Fünfjährige habe sie «ihren Helden» auf der Bühne erlebt und in diesem Moment entschieden, dass sie Sängerin werden wollte, sagte der zu Tränen gerührte Star. Madonna wollte an diesem Wochenende einen Teil ihrer Konzerte in der Londoner O2-Arena dem verstorbenen Sänger widmen. Sie habe eine besondere Tanzeinlage und ein Song-Medley von Jacksons größten Hits geplant, hieß es in Medienberichten.

Auf Wunsch von Jacksons Familie soll die Feier in Los Angeles weltweit allen Fernsehsendern als kostenlose Live-Übertragung zur Verfügung gestellt. Schätzungen zufolge wird es mehr als eine Milliarde Zuschauer geben. Los Angeles erwartet einen beispiellosen Besucheransturm von mehreren hunderttausend Menschen.

Details zur Feier gaben die Veranstalter nicht bekannt. «Wir sind noch dabei, das zu entwickeln», sagte Ken Sunshine, Sprecher der Jackson-Familie. Einen Trauerzug durch die Stadt soll es nicht geben. Nach Angaben von Jacksons Bruder Jermaine will sich die Familie vor dem öffentlichen Abschied mit einigen handverlesenen Gästen an einem unbekannten Ort zu einer kleinen privaten Zeremonie treffen.

Das Staples Center, eine Sport- und Konzertarena mit insgesamt 20 000 Plätzen, gehört dem US-Unterhaltungskonzern AEG, der auch für die geplanten Comeback-Konzerte Jacksons in London verantwortlich zeichnete.

Von den 17 500 kostenlosen Karten sind 11 000 für die Trauerfeier selbst, 6500 für eine Live-Übertragung ins nahe gelegene Nokia- Theater. Nach dem Zufallsprinzip werden 8750 Namen gezogen, die jeweils zwei kostenlose Eintrittskarten erhalten.

Karten im freien Verkauf gibt es nicht , das Gelände wird großräumig abgesperrt. «Schauen Sie sich die Veranstaltung in Ihrem gemütlichen Zuhause an», bat die amtierende Bürgermeisterin Jan Perry unter Hinweis auf Sicherheitsbedenken. Der Konzertveranstalter AEG Live ließ unterdessen erkennen, dass er trotz der Millionenausfälle durch die abgesagten Konzerte in London einen Gewinn erhofft. «Mein Herz ist gebrochen, aber der Firma geht es gut», sagte Unternehmenschef Randy Phillips laut «New York Times».

AEG Live hat seinen Angaben zufolge mehr als hundert Stunden Filmmaterial von den Proben, das veröffentlicht werden könnte. Zudem habe die Firma für 17 Millionen Dollar eine Versicherung für die Konzertserie abgeschlossen, die zwar nicht einen natürlicher Tod, aber einen Unfalltod Jacksons abdeckt. Das Ergebnis der Autopsie liegt noch nicht vor.

Jackson war am Donnerstag vergangener Woche mit 50 Jahren überraschend gestorben. In seinem Haus wurden große Mengen an Medikamenten gefunden, darunter laut tmz.com das starke Narkotikum Propofol, das auch unter dem Namen Diprivan im Handel ist. Spekuliert wird, dass möglicherweise ein überdosiertes Medikament das Herzversagen ausgelöst hat. Die Verteilung des Erbes und das Sorgerecht für die drei Kinder sind noch umstritten.

www.staplescenter.com

dpa-infocom



Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.
Eventkalender
Nature One 2009
Kräuterspiralen