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Musik

No Angels stellen neues Album vor

Berlin Fast traut sich keiner, nach den letzten Wochen zu fragen.

Nadja Benaissa von den No Angels erzählt, wie ihr Liebe, Freundschaft und die Menschen um sie herum Kraft gaben.

«Das tut gut», sagt die 27-Jährige. Seit drei Monaten ist bekannt, dass sie HIV-positiv ist. Die Schlagzeilen bleiben ein schwerer Brocken. Die Pleite beim Grand Prix 2008, als die No Angels für Deutschland nur den letzten Platz ersangen, war harmlos dagegen.

Kein Wunder, dass die Vorstellung des neuen Albums am Mittwochabend in Berlin etwas anders verlief als sonst. 200 Reporter und Fotografen hatten sich angemeldet, um in einem Kino am Kurfürstendamm zu sehen, wie die Band auftritt. Nadja Benaissa darf sich wegen der laufenden Ermittlungen nicht zu den Vorwürfen äußern, das hatte sie schon bei «Stern TV» (RTL) deutlich gemacht. Dass bei ihr dank der Medikamente Aids nicht ausgebrochen ist, wissen die Fans schon.

«Natürlich hat man diese Ängste» , dass die negativen Schlagzeilen der Band etwas anhaben könnten: Das gibt Nadja bei der Albumvorstellung zu, als das Blitzlichtgewitter vorbei ist. Die rothaarige Lucy Diakowska springt ihr bei, sie ist die Wortführerin der Frauen. Sie zeigen sich in schwesterlicher Eintracht. «Wir hatten nie den Gedanken, dass es der Band schaden könnte», sagt Lucy. Wegen des «kleineren, äh größeren Problems» kommt das neue Album «Welcome To The Dance» mit Verspätung am 11. September auf den Markt. Der Wirbel habe nicht die Produktion verzögert, sondern die Veröffentlichung, sagt Sandy Mölling, die Blonde im Quartett, die gerade wegen ihrer Trennung in der Presse war.

Zwischen die Frauen, die längst keine Mädchen mehr sind, passt an diesem Abend kein Blatt. Sexy Lächeln, Strahlen, Posen: Sie sind Medienprofis, die das Spiel mit den Kameras beherrschen. Nach monatelangem Warten wollen sie endlich das neue Album vorstellen. Lucy räumt bei der Party noch mit dem Gerücht auf, dass sie eine neue Freundin hat. «Ich bin seit einem Jahr Single.»

«Die Popularität der Band ist sehr groß im Moment», sagt Manager Khalid Schröder. Diesmal haben die No Angels, die zwischendurch einige Jahre getrennt waren, das Album in den USA produziert. Schröder erzählt stolz, dass sein Schwager, ein Zahnarzt, einem der amerikanischen Produzenten ein neues Gebiss verpasst hat und die Band so dessen Gunst gewann.

Auf der Kinoleinwand posieren die No Angels in einer Art Dia-Show in ultrakurzen Kleidchen, Röhrenhosen und Stöckelschuhen. Das neue Album tönt dazu aus den Boxen. Viele stampfende Beats sind zu hören. Es geht deutlich mehr Richtung Dance als Pop wie früher in «Daylight In Your Eyes», mit dem die Castingband bekanntwurde. «Der Sound ist auf jeden Fall neu», sagt der Manager. In der Single «One Life» singen die No Angels: «I only got one life» - Ich habe nur ein Leben.

dpa-infocom