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Auslandsstation im Bachelor bei Studienwahl einplanen

Berlin Im Bachelor bleibt oft kaum Zeit für Auslandsaufenthalte - angehende Studenten prüfen daher besser schon bei der Studienwahl, ob solche Stationen möglich sind.

«Da muss man explizit nachfragen: Ist in dem Studiengang ein Auslandssemester vorgesehen, und welche Partner-Unis hat die Hochschule?», sagte Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk in Berlin. Wer im Herbst ein Studium anfangen will, sollte diese Punkte frühzeitig klären. «Wenn man damit erst im zweiten oder dritten Semester anfängt, ist es zu spät.»

Mit der Bachelor-Umstellung sollte das Studium hierzulande zwar internationaler werden. «Dieses Ziel ist bisher aber ganz klar verfehlt worden», sagte Grob mit Blick auf die Tagung zum Thema «Zehn Jahre Bologna - wo stehen wir?» am Mittwoch (8. Juli) in Berlin. Am 19. Juni 1999 hatten 30 europäische Staaten die Bologna-Erklärung mit dem Ziel unterzeichnet, bis zum Jahr 2010 einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zu schaffen.

Derzeit haben nur 15 Prozent der Bachelorstudenten an Universitäten und 13 Prozent ihrer Kommilitonen an Fachhochschulen Auslandserfahrung im Studium gesammelt. Unter allen Studenten liegt die Quote bei 26 Prozent. Das hat das Hochschul-Informations-System in Hannover ermittelt. Bachelorstudenten haben demnach deutlich weniger Auslanderfahrung als Hochschüler in den alten Studiengängen: In den Magisterstudiengängen zum Beispiel haben 49 Prozent schon einmal ein Semester oder ein Praktikum in einem anderen Land für ihr Studium absolviert.

Schuld an dieser Schieflage seien die kurzen Studienzeiten im Bachelor - durch sie seien die Lehrpläne oft so dicht, dass keine Zeit bleibt, um einen Austausch zu machen, kritisierte Grob. Wenn das absehbar ist, sollten angehende Studenten sich besser nach alternativen Studienangeboten umsehen. Denn einige Hochschulen haben bereits auf dieses Problem reagiert: So gibt es inzwischen Bachelorprogramme, in denen Auslandsstationen sogar fest eingeplant sind. Andere sind auf mehr als die üblichen sechs Semester ausgelegt und bieten Studenten so mehr Zeit für einen Auslandsaufenthalt.

Selbst wenn die Zeit für eine Station im Ausland reicht, verläuft ein solcher Austausch aber nicht unbedingt reibungslos. So müssten Studenten auch die Anerkennung von Studienleistungen an anderen Hochschulen klären, wenn sie im Studium keine Zeit verlieren wollen. «Da gibt es immer noch große Probleme», sagte Grob. Am besten erkundigten sich Studienbewerber daher schon vor Studienbeginn, wie solche Kooperationen an der jeweiligen Hochschule geregelt seien. «Und wenn ich da keine klare Antwort bekomme, würde ich mir überlegen, ob ich mir nicht besser einen anderen Studiengang suche.»

Das gleiche Problem könne aber auch bei einem Hochschulwechsel innerhalb Deutschlands auftreten, warnte Grob. Denn ein «Irrsinn dieser Reform» sei, dass Hochschulen zunehmend eigene Schwerpunkte setzen, wodurch Studienangebote in ein und demselben Fach immer weniger vergleichbar seien. Dadurch könne es Studenten leicht passieren, dass sie bei einem Hochschulwechsel zurückgestuft werden. Hier müssten die Hochschulen «endlich von ihrem hohen Ross herunterkommen», sagte Grob. «Teilweise ist es heute schwieriger, von Berlin nach Bonn zu wechseln als von Berlin nach Bologna.»

dpa-infocom


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