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Infektion nach Bad im See nicht selbst behandeln

München Haben Frauen und Mädchen nach dem Schwimmen im See Beschwerden im Intimbereich, behandeln sie diese besser nicht selbst. Welches Vorgehen sinnvoll ist, kann nur der Arzt entscheiden.

«Nach dem Baden in Naturgewässern können verschiedene Erreger für Probleme im Genitalbereich ursächlich sein, die dann aber unterschiedlich behandelt werden müssen», erklärt Christian Albring vom Berufsverbande der Frauenärzte (BVF) in München. Juckreiz und Ausfluss seien beispielsweise Symptome, die durch eine bakterielle Infektion oder eine Besiedelung mit Hefepilzen verursacht werden können.

In der Regel bekomme man eine akute Pilzerkrankung innerhalb von wenigen Tagen in den Griff. Die Behandlung erfolge mit Hilfe von Anti-Pilzmitteln (Antimykotika). Sie werden laut dem BVF als Tabletten oder Kapseln geschluckt oder wirken in Form von Cremes, Zäpfchen und Pasten am Ort der Infektion. Bakterielle Infektionen - etwa durch Enterokokken, Coli-Bakterien, Trichomonaden oder Gardnerella vaginalis - könnten mit Antibiotika bekämpft werden.

Infektionen im Bereich der Scheide sollten immer ernst genommen werden, auch weil die Erreger aufsteigen und dann Organe im unteren Bauchraum infizieren könnten. Dort seien beispielsweise Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut, des Eileiters oder der Blase möglich.

Verband der Frauenärzte: www.frauenaerzte-im-netz.de

dpa-infocom


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