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Gewürzsumach beruhigt die Blase

Würzburg Der Gewürzsumach ist eine relativ wenig bekannte Arzneipflanze.

«Es handelt sich um einen Strauch aus der dem Atlantik zugewandten Seite Nordamerikas», erklärt Johannes Gottfried Mayer von der Forschungsgruppe Klostermedizin der Universität Würzburg.

In Deutschland werden die Sumachsträucher auch Essigbaum genannt, in Europa ist der «Gerbersumach» (Rhus coriaria L.) bereits seit der Antike als Heilpflanze bekannt.

Der amerikanische Gewürzsumach (Rhus aromatica Aiton) zeichne sich unter anderem durch seinen angenehmen Duft aus, erläutert Mayer. Das gelte auch für seine Wurzelrinde, die bis heute arzneilich bedeutsam ist. Sowohl in der Schulmedizin als auch in der Volksmedizin werden Gewürzsumach-Extrakte zur Behandlung der Reizblase eingesetzt. Auch bei Infektionen der Blase und der Harnröhre und bei häufigem Harndrang werden sie genutzt.

Für die Wirkung werden Mayer zufolge die Bitterstoffe, Harze und das ätherische Öl der Wurzelrinde verantwortlich gemacht: «Sie bewirken eine Beruhigung der Blase und haben auch entzündungshemmende Eigenschaften.» In dieser Wirkung ähnelten sie der von Hopfenblüten, mit denen sie auch kombiniert werden. Da viele Extraktbestandteile mit dem Urin ausgeschieden werden, können sie ihre Wirkung direkt in den Harnwegen und der Blase entfalten.

Infos zur Naturheilkunde von der Forschungsgruppe Klostermedizin: www.klostermedizin.de

dpa-infocom


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