pic Zählpixel
kalaydo leftkalaydo logo
RZ-Blog  |  Twitter  Mobil&RSS  |  Kontakt
suchen im
Lexikon
RZ-Online-Archiv
Zeitungs-Archiv
Internet
< Schnell-Navigation >
KinoWelt VideoWelt FotoWelt MeineWelt
Sportsline ·  » 

Reiter-Präsident: «Bin froh, dass es losgeht»

Warendorf Für Deutschlands Reiter wird es ernst: Die unabhängige Untersuchungskommission des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) hat in Warendorf die Befragungen von Reitern und Funktionären wegen möglicher Dopingvergehen aufgenommen.

«Ich bin froh, dass es losgeht», sagte Breido Graf zu Rantzau, Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN), der Deutschen Presse-Agentur dpa. Auch DOSB- Generaldirektor Michael Vesper zeigte sich erleichtert: «Wir begrüßen, dass es losgeht.»

Graf zu Rantzau wurde als Erster befragt. «Das Gespräch fand in einer sehr angenehmen Atmosphäre statt», sagte er. Auf Inhalte wollte er nicht eingehen. Er sei aber zuversichtlich, dass die Ergebnisse «eine große Hilfe für uns darstellen werden». Die Kommission unter der Leitung des ehemaligen Bundesverfassungsrichters Udo Steiner soll die Dopingproblematik im Pferdesport untersuchen und später Sanktionen für Funktionäre und Reiter vorschlagen. «Wasserstandsmeldungen» werde es nicht geben, erklärte ein DOSB- Sprecher mit Verweis auf die Unabhängigkeit der Steiner-Kommission.

Ihr stellen sich in drei Befragungsblöcken in dieser Woche, zu Beginn der kommenden Woche und im August zunächst die potenziellen Championats-Reiter im Springen und in der Dressur. Die Zeit drängt, denn Ende August finden in Windsor Castle die Europameisterschaften statt. Bereits Ende Mai sagte FN-Generalsekretär Soenke Lauterbach, die Reiter könnten die Befragungen der Kommission nutzen, «um etwas zu beichten». Das Steiner-Gremium sei «die Chance für den Reitsport», hatte Otto Becker, Bundestrainer der deutschen Springreiter, seinerzeit geäußert.

Der Weltverband FEI hatte zuletzt die fünffache Dressur-Olympiasiegerin Isabell Werth bis auf weiteres von allen Turnieren suspendiert, weil bei ihrem Pferd Whisper während des Pfingstturniers in Wiesbaden eine unerlaubte Medikation festgestellt worden war. Dies hatte Graf zu Rantzau als «Katastrophe für den Pferdesport» bezeichnet. Die FN hatte bereits zuvor als Folge der Doping-Diskussionen am 28. Mai ihre A-, B- und B2-Kader aufgelöst.

«Es ist notwendig», sagte der FN-Präsident zum Auftakt der Befragungen. Graf zu Rantzau räumte allerdings ein, «dass wir geradlinige Regeln brauchen». Die Reiter müssten dann aber auch bereit sein, «sich diese Regeln anzueignen». FEI-Chefin Prinzessin Haya Bint Al Hussein hatte Kritik am eigenen Regelwerk geübt und mangelnde Klarheit bei der Unterscheidung zwischen Doping und Medikation geübt: «Wir müssen die Regeln wirklich ändern», hatte sie geäußert.

dpa-infocom


Sie benötigen Flash Player 9, um den RZ-Video-Player ansehen zu können.